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Gedenken an ein deutsches Kriegsverbrechen – Reisegruppe aus Gernika/Guernica zurück

Reisegruppe aus Gernika/Guernica zurück Gedenken an ein deutsches Kriegsverbrechen

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Politik

Ende April 2026 organisierte der Arbeitskreis Regionalgeschichte zusammen mit dem Bildungswerk ver.di wieder eine Reise nach Guernica/Gernika, um an den Gedenkfeierlichkeiten zum Jahrestag der Vernichtung der baskischen Stadt teilzunehmen.

Stadtführung in Gernika vor einer Reproduktion des Picasso-Gemäldes „Guernica“.
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Stadtführung in Gernika vor einer Reproduktion des Picasso-Gemäldes „Guernica“. Foto: Michael Dunst

Datum 4. Mai 2026
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Verantwortlich für das Flächenbombardement auf das kulturelle Zentrum des Baskenlandes am 26. April 1937 waren deutsche Luftwaffeneinheiten, die in Spanien einen Militärputsch unterstützten. Darüber hinaus informierten sich die Teilnehmer*innen der Exkursion über die soziale, ökologische und politische Situation im spanischen Baskenland.

Auf dem Programm standen u. a. Stadtführungen, Gespräche mit Vertreter*innen sozialer Bewegungen und mit einem Historiker über die anhaltende Suche nach Massengräbern aus der Franco-Diktatur. Unser Kooperationspartner, der baskisch-deutsche Kulturverein Baskale, zeigte im Kulturhaus von Miranda de Ebro unsere ins Baskische und Spanische übersetzte Ausstellung „Ein voller Erfolg der Luftwaffe“, die die Zerstörung von Gernika thematisiert.

In einer Begleitveranstaltung berichteten Andrea Heuschmid (Baskale) und Hubert Brieden (Arbeitskreis Regionalgeschichte) über die Schwierigkeiten beim Umgang mit der Militärgeschichte in Spanien und Deutschland und über die jahrzehntelangen Versuche, die Verbrechen gegen die Zivilbevölkerung zu vertuschen.

In Gernika blieb die Erinnerung an die Zerstörung der Stadt lebendig. In Deutschland dagegen, das zum dritten Mal militärische Führungsmacht in Europa und erneut "kriegstüchtig" werden will, scheint der Name „Guernica“ immer noch (oder schon wieder) zu stören.

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