Reisegruppe aus Gernika/Guernica zurück Gedenken an ein deutsches Kriegsverbrechen
Politik
Ende April 2026 organisierte der Arbeitskreis Regionalgeschichte zusammen mit dem Bildungswerk ver.di wieder eine Reise nach Guernica/Gernika, um an den Gedenkfeierlichkeiten zum Jahrestag der Vernichtung der baskischen Stadt teilzunehmen.

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Stadtführung in Gernika vor einer Reproduktion des Picasso-Gemäldes „Guernica“. Foto: Michael Dunst
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Auf dem Programm standen u. a. Stadtführungen, Gespräche mit Vertreter*innen sozialer Bewegungen und mit einem Historiker über die anhaltende Suche nach Massengräbern aus der Franco-Diktatur. Unser Kooperationspartner, der baskisch-deutsche Kulturverein Baskale, zeigte im Kulturhaus von Miranda de Ebro unsere ins Baskische und Spanische übersetzte Ausstellung „Ein voller Erfolg der Luftwaffe“, die die Zerstörung von Gernika thematisiert.
In einer Begleitveranstaltung berichteten Andrea Heuschmid (Baskale) und Hubert Brieden (Arbeitskreis Regionalgeschichte) über die Schwierigkeiten beim Umgang mit der Militärgeschichte in Spanien und Deutschland und über die jahrzehntelangen Versuche, die Verbrechen gegen die Zivilbevölkerung zu vertuschen.
In Gernika blieb die Erinnerung an die Zerstörung der Stadt lebendig. In Deutschland dagegen, das zum dritten Mal militärische Führungsmacht in Europa und erneut "kriegstüchtig" werden will, scheint der Name „Guernica“ immer noch (oder schon wieder) zu stören.
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