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Netzwerks Anarchismus: Demonstration gegen die Sparmassnahmen der Stadt Karlsruhe

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Netzwerks Anarchismus Demonstration gegen die Sparmassnahmen der Stadt Karlsruhe

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Politik

Am Samstag den 6. Dezember 2025 haben wir uns an der Demonstration des Bündnis für eine solidarische Stadt in Karlsruhe beteiligt.

Demonstration gegen die Sparmaßnahmen der Stadt Karlsruhe, 6. Dezember 2025
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Demonstration gegen die Sparmaßnahmen der Stadt Karlsruhe, 6. Dezember 2025 Foto: zVg

Datum 7. Dezember 2025
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Mit rund 700 Teilnehmenden zog die Demonstration, die eine deutliche Kritik an den geplanten Sparmassnahmen der Stadt Karlsruhe auf die Strassen brachte, einmal durch die Innenstadt.

In einem Flugblatt haben auch wir unsere Kritik weiter getragen, die wir kurzfristig in mangelnder Umsetzung von Umverteilungsmechanismen sehen und langfristig in einer Gesellschaftsstruktur, die sich vornehmlich an Profit und wirtschaftlichen Interessen statt an den Bedürfnissen einer solidarischen Gesellschaft orientiert.

„In der Kurzfristigkeit bleibt uns nichts anderes übrig als Massnahmen der Umverteilung einzufordern. Hier geht es vor allem darum wer als Teil der Gesellschaft wahrgenommen wird, wer profitiert und einer scheinbar grenzenlosen Ausbeutungsstruktur Grenzen aufzuerlegen.“, so Anika Karl, Pressesprecherin des anarchistischen Netzwerks Anarchismus in Karlsruhe. „ Sie helfen ganz direkt denen, die am meisten von Armut und ökonomischer Benachteiligung betroffen sind.“
Doch die Umverteilungsmechanismen sind nichts weiter als eine Symptombekämpfung.

„Für eine gesellschaftliche Perspektive brauchen wir einen grundsätzlichen, ja radikalen Strukturwandel.“, so Karl weiter.

„Wir brauchen eine Struktur, in der nicht die meisten Menschen ihre komplette Lebenszeit für Lohnarbeit hergeben müssen, und zum Leben keine Zeit mehr haben. Wir brauchen eine Struktur, in der Familien eine gleichberechtigte Lebensperspektive haben und die Alternative zur traditionellen Rollenverteilung nicht maximale Ausbeutung bedeutet.“

„Wir brauchen eine gesellschaftliche Struktur, die sich nicht am Profit einzelner, sondern an der Teilhabe und Lebensfreude aller orientiert.“

Und Anika Karl macht deutlich: „Wir fordern heute die Verantwortlichen und Handlungsbemächtigten in Politik und Gesellschaft auf, all ihre Möglichkeiten zu nutzen im Sinne einer solidarischen Gemeinschaft zu handeln.“

„Die grössere Transformation müssen wir als Gesellschaft selbst gestalten!“

pm