Autobahnen privilegieren eine bestimmte Art von Verkehr Lüneburg: Protest- und Vernetzungs-Fahrradtour gegen die A39

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Politik

Noch weniger als eine Woche bis zur Protest- und Vernetzungsfahrradtour von Wolfsburg nach Lüneburg vom 10. bis 12. Mai. Eingeladen sind alle, die sich zum Protest gegen die A39 vernetzen möchten.

Protest-Fahrradtour von Wolfsburg nach Lüneburg, April 2023.
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Protest-Fahrradtour von Wolfsburg nach Lüneburg, April 2023. Foto: zVg

Datum 6. Mai 2024
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Die Tour führt entlang der Strecke der geplanten A39. Der Protest richtet sich gegen weiteren Autobahnneu- und -ausbau und für eine sozial- und klimagerechte Verkehrswende. Wer nicht die ganze Strecke mit dabei sein kann oder mag, ist herzlich eingeladen auch nur einen Teil der Strecke mit zu radeln. "Es ist also für alle etwas dabei. Ob bei der Startkundgebung am Freitag um 13 Uhr am Hauptbahnhof in Wolfsburg oder bei der grossen Abschlusskundgebung in Lüneburg am Sonntag oder eben alles dazwischen. Wir freuen uns über alle zu jederzeit.", bekräftigt Theresa Berghof vom KlimaKollektiv Lüneburg das Vorhaben.

Der Vorschlag nach "autofreien Wochenenden" von Volker Wissing, um seine im Verkehrsbereich verfehlten Klimaziele zu erreichen, sollten natürlich nur für Angst und Aufruhr der Autofahrerinnen und Autofahrer sorgen. "Dabei sollte uns allen klar sein: Noch besser als autofreie Wochenenden ist erst gar keine weiteren Autobahnprojekte zu planen oder gar umzusetzen und damit dem System des motorisierten Individualverkehrs (MIV) eine Absage zu erteilen. Was wir dringend brauchen, ist eine Ausbauoffensive von Bus und Bahn", sagt Jonas Korn vom VCD Elbe-Heide, der die Tour mit ausrichtet.

Autobahnen privilegieren eine bestimmte Art von Verkehr, der viele Menschen ausschliesst. Ein grosser Teil der Bevölkerung ist zu jung zum Autofahren, hat keinen Führerschein, verfügt nicht über einen Pkw oder ist körperlich nicht (mehr) in der Lage einen Pkw zu führen. Es braucht eine sozial-ökologische Verkehrswende, die Mobilität für alle ermöglicht.

Zukunftsvisionen, die darin bestehen, alle Verbrennerautos durch E-Autos zu ersetzen, sind weder ökologisch, noch sozial erstrebenswert.

"Statt weiter auf den motorisierten Individualverkehr zu setzen, braucht es den Ausbau des öffentlichen Personenverkehrs. Dafür braucht es dringend weitere Produktionskapazitäten. Das VW-Werk in Wolfsburg bieten den Platz dafür. VW muss in Zukunft Strassenbahnen bauen und damit zur Verkehrswende beitragen - nur so wird der Konzern zukunftsfähig. Es gilt die soziale und ökologische Frage zusammen zu denken und danach zu handeln, um Mobilität für alle zu gestalten", verdeutlicht es der Verkehrswendeaktivist Tobi Rosswog aus der AMSEL44 in Wolfsburg, der auch bei der Tour dabei sein wird.

pm