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Foul gegen Linksaussen - Faul gegen Rechtsaussen

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Zur Kampagne - «Foul gegen Rechtsaussen» Foul gegen Linksaussen - Faul gegen Rechtsaussen

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Politik

Es war mal wieder soweit: wohlfeile Worte werden dem versammelten Publikum feilgeboten, wie sonst nur auf Beerdigungen. "Agieren statt reagieren", "Vernetzung statt Einzelaktionen" und "konsequentes Vorgehen" sind die Phrasen des Abends. Worum geht es?

Foul gegen Linksaussen - Faul gegen Rechtsaussen
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Foul gegen Linksaussen - Faul gegen Rechtsaussen Foto: Ultras Roter Stern

Datum 16. März 2011
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KorrekturKorrektur
Die sogenannten Spitzen aus Sport und
Politik wollen mal wieder ihre Absicht unterstreichen, "künftig noch enger
und entschiedener gegen jegliche rechtsextremistische Erscheinungsformen
vorzugehen."

Bei der Eröffnungsveranstaltung zur Kampagne "Foul gegen Rechtsaussen " - "Sport
und Politik verein(t) für Toleranz, Respekt und Menschenwürde" im Januar
diesen Jahres ging es also mal wieder um den ganz grossen Wurf. Angetreten
zum Stammeln gegen Rechts waren solch wichtige Koryphäen wie der
DOSB-Präsident Dr. Thomas Bach, der DFB-Präsident Theo Zwanziger, der
damalige Bundesinnenminister Thomas de Maizière und die
Bundesfamilienministerin Dr. Kristina Schröder. Allein diese prominente
Besetzung sollte dem geneigten Beobachter demonstrieren, hier wird heute
Geschichte gemacht.

Damit dies auch keiner der Mitwirkenden jemals in seinem Leben vergisst,
wird ein Handlungskonzept unter dem wundervoll knackigen Titel: "Verein(t)
gegen Rechtsextremismus " Handlungskonzept von Sport und Politik zur
Förderung von Toleranz, Respekt und Achtung der Menschenwürde" in das
virtuelle Netz gestellt. Darin geht es, wie so üblich in solchen
Publikationen, hauptsächlich um eine "bessere Vernetzung", um die
"Effektivität im Handeln" sowie um weitere "Problembereiche" der holden
Zivilgesellschaft.
"Hauptanliegen dieses Rahmenplanes ist es, die Aktivitäten gegen
rechtsextremistische Erscheinungsformen im Sport besser zu verzahnen und so
durch möglichst flächendeckende Massnahmen noch effektiver als bisher zu
bekämpfen. Im Rahmen dieser abgestimmten Strategie sollte auch der zentrale
sportliche Wert des Fair Play in den Vordergrund rücken.

Werte wie Respekt,
Achtung und Toleranz sind ebenso entscheidende Elemente im Umgang mit
rechtsextremistischen Erscheinungsformen im Sport wie der Abbau von
Fremdenfeindlichkeit und Rassismus sowie die Wertschätzung demokratischer
Prinzipien. Ausgangspunkt muss die Zurkenntnisnahme dieses Problembereiches
und das Überwinden der im Sportbereich noch häufig vorhandenen
Berührungsängste sein." Auszug aus dem Kapitel Ziele und Vorgehensweise.
Ultras Roter Stern
Um die gesamte Sache noch etwas optisch nach vorne zu bringen, mussten
halbwegs bekannte Sportler mit Pappschildern bewaffnet die Wortwüste
illustrieren. Dabei kamen solche Brüller wie "Null Bock auf
Rechtsextremismus und Diskriminierung!", "Sei Teamplayer!" oder "Rechtsaussen
ist nur als Spielposition okay." heraus. Über Geschmack kann man sich ja
bekanntlich streiten.

Doch was ein Schild mit der Aufschrift "Kein Bock auf Extremismus im Sport"
in einem Handlungskonzept gegen Rechtsetremismus zu suchen hat, bleibt wohl
ein Geheimnis des Innenministeriums. Es bleibt ebenso ein Geheimnis, wie man
im Ministerium gedenkt der vielen hehren Worten endlich Taten folgen zu
lassen.

Explizit antirassistische Sportvereine die regelmässig
neonazistischen Angriffen ausgeliefert sind werden kaum von den regionalen
Sportverbänden unterstützt, ihnen werden sportlich erfolgreichere Vereine
vorgezogen und sie bekommen von den jeweiligen Stadtverwaltungen andauernd
Steine in den Weg gelegt.

Ultras Roter Stern