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Berlin: Eine Razzia am 24. März 2026 bei einer Erwerbsloseninitiative, warum denn das?

Winter is coming Berlin: Eine Razzia am 24. März 2026 bei einer Erwerbsloseninitiative, warum denn das?

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Politik

Am Dienstag den 24.3.26 wurden unsere Räume, einer berliner Erwerbsloseninitiative, im Rahmen einer bundesweiten Razziadurchsucht.

Unsere Türe nach der Razzia.
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Unsere Türe nach der Razzia. Foto: BASTA (CC-BY-NC 4.0 cropped)

Datum 27. März 2026
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Schön ist so eine Razzia nicht, denn deutlich wird die kalte Aggression der willigenVollstrecker. An einer Stelle mussten wir allerdings lachen, denn werversucht schon eine Aluminiumtür aufzuflexen?!

Am Dienstag den 24.3.26 wurden unsere Räume im Rahmen einer bundesweiten Razzia durchsucht. Schön ist so eine Razzia nicht, denn deutlich wird die kalte Aggression der willigen Vollstrecker. Die Potenz der Bullen entlud sich in einer Zerstörungswut. Sie zertrümmerten Fenster, Türen, Schränke und anderes mehr. Sie zerstörten unsere Infrastruktur und Arbeitsgrundlage, beschlagnahmten unsere Computer. An einer Stelle mussten wir allerdings lachen, denn wer
versucht schon eine Aluminiumtür aufzuflexen?!

Stromausfälle in Berlin und der Staat geht gegen eine vermeintliche Ökoguerilla vor. Der Staat hetzt gegen alle diejenigen, die kritisch eingestellt sind zum Kapitalismus in seiner zugespitzten Phase mit seinen neuen Technologien, siehe den Fall um das Capulcu-Kollektiv, inkl. diffamierenden medialem Steckbrief.
Razzien in Berlin und anderswo als Ausdruck von Suchbewegungen und Panik der politischen Klasse. Staat, Polizei und Verfassungsschutz stochern im Dunkeln. Die Innenpolitiker*innen und die GdP schicken ihre willigen Vollstrecker voraus. Es werden ja doch bei jeder Razzia Daten abgegriffen, die nichts mit den erhobenen Vorwürfen zu tun haben. Es trifft solidarische Projekte und es trifft soziale Bezugspunkte von Menschen.

Und verstehen wir das richtig, dass die Polizeiarbeit darin bestand alle Häuser zu durchsuchen, in denen mal ein*e Anarchist*in ihren Fuss hineingesetzt hatte, weil ein Bekenner*innenschreiben mit "einige Anarchist*innen" endete? Das ist keine Polizeiarbeit, das ist Willkür. Nicht, dass wir überrascht wären, aber WTF.

Der Razzia voraus ging die Hetze von Parteien und Medien gegen arm gemachte Menschen, gegen Menschen die erwerbslos und obdachlos sind und besonders abstossend, gegen Sinti*zze und Rom*nja.

Winter is coming.

Die neue Sozialgesetzgebung und das Asylbewerberleistungsgesetz sollen helfen verarmte Leute aus der Stadt, oder gar aus dem Staat zu vertreiben und den Druck zu erhöhen, jeden Drecksjob anzunehmen. Jugendliche aus armen Familien dürfen sich von der Bundeswehr anwerben lassen. Wieder andere Projekte sollen ein Bekenntnis zur FDGO abgeben, oder die Gelder werden direkt gestrichen wie bei der Amadeu Antonio Stiftung. Denn es ist immer noch der Staat der definiert was links und wer Staatsfeind ist. Den einen kürzt der Staat die Mittel und bei denen, die sich nie von ihm abhängig gemacht haben, schlägt er die Fenster ein.

Wir senden solidarische Grüsse an alle anderen mitbetroffenen Menschen und Projekte und machen natürlich trotz Vandalismus der Bullen und trotz der Repression weiter. Mit Überwachen und Strafen seitens der Behörden kennen wir uns ja bestens aus.

Also alle zusammen weiter für ein schönes Leben für Alle! Hier, heute, jetzt!

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