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Rezension zum Film von Marius Holst King Of Devil’s Island

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Nach wahren Begebenheiten schildert der dramatische Film «King Of Devil’s Island» von Marius Holst die Zustände in und um die Besserungsanstalt für Jugendliche auf der Insel Bastøy in Norwegen.

Leuchtturm auf der norwegischen Insel Bastøy.
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Bild: Leuchtturm auf der norwegischen Insel Bastøy. / Ulflarsen (CC BY-SA 3.0 unported - cropped)

8. März 2016

8. Mär. 2016

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Der wegen Mordes verhaftete junge Erling (Benjamin Helstad) wird mit anderen Neulingen auf die Insel gebracht und beginnt sogleich sich den strengen Regeln zu widersetzen. Dass er bei seinen Revolten und Fluchtversuchen oft an die Grenzen zu stossen scheint und ständig seine ganze Gruppe mit in den Schlamassel zieht, scheint ihn nur wenig zu kümmern. Sogar der seelenruhige, strenge Direktor Bestyreren (Stellan Skarsgård) wird von dem ungewohnten Widerstand aus der Bahn geworfen. Doch für Erling zählt am Ende noch mehr als nur seine eigene Freiheit: Freundschaft, für die es sich zu sterben lohnt.

Welche Landschaft eignet sich besser für solch dramatische Szenen, als die Norwegens? Der eisige Winter, die karge Landschaft und die schaurigen, mit Nebel behangenen Fjorde bieten eine atemberaubende Kulisse, um die einst wahrhaftigen Szenen wieder neu aufleben zu lassen. Die frostigen Temperaturen kriechen nicht nur den Protagonisten ins Gemüt, auch den gefesselten Zuschauer erreichen die schrecklichen Umstände wie ein herunterschmetterndes Hagelkorn.

Die erstklassigen Darsteller, welche sich perfekt in die Rollen einfügen, tragen dazu bei, dass es sich bei King Of Devil’s Island um einen Geheimtipp handelt. Der vermeintlich aalglatte Direktor gespielt von Stellan Skarsgård, der Revoluzzer Erling alias Benjamin Helstadt oder der seine Macht ausnutzende Heimleiter Brathen (Kristoffer Joner) sind so tief in ihre Rollen eingestiegen, dass nicht der geringste Zweifel aufkommt man befände sich tatsächlich in einer streng geführten Besserungsanstalt mit christlichen Grundsätzen. Die reale Grundlage verpasst der Geschichte die restliche, nötigte Ernsthaftigkeit und wieder einmal ist man froh, dass man in einem behüteten Elternhaus gross geworden und einem so etwas erspart geblieben ist.

Durch die geradlinige Story ist es ein leichtes dem Film zu folgen, und doch ist man immer wieder überrascht wie sich die brisanten Ereignisse entwickeln. Vom ersten Eindruck „Ok Erling, halte dich einfach an die Regeln und wir erleben einen recht gemütlichen Film miteinander“ bis zum Finale „Pack dir den alten Sack und hau drauf!“ ist alles mit dabei. Am Ende ist man froh, dass es überhaupt etwas gibt, über das man sich ein wenig freuen kann.

Absolut sehenswert, hervorragend besetzt und fesselnd in jeder seiner 116 Minuten. Die bedrückende Begeisterung über diesen Film wird noch lange anhalten und sobald diese abflacht, ist es Zeit die DVD ein weiteres Mal einzulegen. Die deutsche Synchronisation ist annehmbar, doch empfehle ich den Originalton mit deutschen Untertiteln, da sonst einiges an Authentizität verloren geht.

Sebastian Krause
film-rezensionen.de

King of Devil's Island

Norwegen, Frankreich 2010 - 116 min.

Regie: Marius Holst
Drehbuch: Dennis Magnusson, Eric Schmid
Darsteller: Stellan Skarsgård, Kristoffer Joner, Benjamin Helstad
Produktion: Karin Julsrud
Musik: Johan Söderqvist
Kamera: John Andreas Andersen
Schnitt: Michal Leszczylowski

Dieser Artikel steht unter einer Creative Commons (CC BY-NC-SA 3.0) Lizenz.

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