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Federico Fellini über «La Strada» | Untergrund-Blättle

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Federico Fellini aus «Il Contemporaneo» Nr. 15, 9. April 1955 Federico Fellini über «La Strada»

Kultur

Für mich beabsichtigt "La Strada", die Erfahrung zu realisieren, die ein Philosoph, Emmanuel Mounier, für die wichtigste und ursprünglichste hält, um jedweder sozialen Perspektive Zugang zu verschaffen: Die Gemeinschaftserfahrung zwischen zwei Menschen.

Federico Fellini.
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Federico Fellini. Foto: Damian Pettigrew (CC BY 3.0 unported - cropped)

5. September 2006
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Heute, wo soviel vom Sozialismus geredet wird, muss man, um die Fülle und Möglichkeit des Zusammenlebens zu erlernen, in erster Linie lernen, zunächst einmal mit einem einzigen anderen Menschen zusammen zu leben.

Ich glaube, dass das die Lehrzeit jeder Gesellschaft ist, und ich glaube auch, dass, wenn wir diesenbescheidenen, aber notwendigen Anfang nicht schaffen, wir uns morgen vielleicht in einer Gesellschaft gegenüber sehen, die zwar nach aussen hin gut organisiert und im Bereich des Öffentlichen perfekt und makellos ist, in der aber die privaten Beziehungen, die Beziehungen von Mensch zu Mensch, die Beziehungen der "Personen" untereinander, von Leere, Gleichgültigkeit, Isolierung und Unverständnisgeprägt bleiben.

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