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„Zur Beruhigung“: Manchmal reicht ein kalter Krieg

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Manchmal reicht ein kalter Krieg „Zur Beruhigung“

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Gesellschaft

Deutschlands mutiger Vorstoss anno 1939, „ab fünf Uhr früh zurückzuschiessen“ und in Europa Ordnung zu schaffen, ging ziemlich in die Hose.

Panzer der US-Armee stehen am Checkpoint Charlie in Berlin im Oktober 1961 sowjetischen Panzern gegenüber.
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Panzer der US-Armee stehen am Checkpoint Charlie in Berlin im Oktober 1961 sowjetischen Panzern gegenüber. Foto: USAMHI (PD)

Datum 6. März 2026
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Die Slaven wurden zwar ordentlich dezimiert (ca. 27 Mio.), es reichte dennoch nicht, die Taiga zu arisieren oder wenigstens einen grossen Teil davon. Napoleon liess grüssen…

Nicht der erste Versuch…vergeigt

Am Ende durften die sogar als „Alliierte“ bei der Neuaufteilung Europas mitmachen und ganz schön profitieren: Einen Teil Deutschlands (später bekannt als „Ossiland“) kriegten die Kommunisten unter ihre Knechtschaft.

Dann begann im Westen das Wirtschaftswunder. Obwohl es gar kein Wunder ist: Hans und Franziska durften ranklotzen, dass die Schwarte kracht. Das taten sie folg- und genügsam wie immer. Und sie durften sogar ihre Adenauers per Kreuzchen wählen.

Darüber waren sie so glücklich, dass sie eben…ranklotzten und unsere (wessen bitte? Ach was solls…) Wirtschaft und unser (genau: unser!) Land zur Exportnation Nr. 1 machten.

Manchmal reicht ein kalter Krieg

Schon der britische Möchtegern-Metzger Churchill hatte gemutmasst, im WK II das falsche Schwein geschlachtet zu haben und so begann bald ein neuer Krieg als sog. „kalter“. Mit grossem Erfolg: Die Ostzone gab auf (sowas gabs übrigens noch nie!), die Kommunisten gaben mitsamt ihrem Warschauer Kriegspakt auf, und die Länder des ehemaligen Ostblocks und späteren Wertewestens wanderten fast alle in den Friedenspakt.

Anfang der 2000er wollten sogar die Russen beitreten,…har har! Als dann einer der letzten ehemaligen Vasallenstaaten ins Friedensbündnis wollte, zeigten die Slaven ihr wahres Gesicht und machten einen sog. Angriffskrieg (im Wertewesten unbeliebt, da kennt man bestenfalls Verteidigungsmassnahmen).

Jetzt haben wir unsere Chance!

Und jetzt auch noch das: Der Oberhäuptling unserer grossartigen Schutzmacht meint doch glatt: Macht euren Kram an der Ostfront alleine und bezahlt dafür bitte höchstselbst! Wir haben andere Prioritäten. Nach kurzer Irritation war es klar: Ärgerlich, aber das ist unsere Chance, unsere europäische und damit vor allem deutsche! Wir sind endlich Führungsmacht in Europa! Wir sind wieder da, wie der ambitionierte Mathelehrer Merz deutlich formulierte. Anno 2026 auf einer sog. Sicherheitskonferenz. Endlich nannte einer die Barbaren beim Namen!

Was bedeutet das?

  • Darf man fragen, was eigentlich so toll daran ist, dass Schland „wieder da“ist?
  • „Wir sind Germanen, gemütlich und brav, - Wir schlafen gesunden Pflanzenschlaf, Und wenn wir erwachen, pflegt uns zu dürsten, - Doch nicht nach dem Blute unserer Fürsten“.
  • Okay,„Fürsten“gibts auch heute noch stellenweise, die tatsächlichen Herrschaften heissen heutzutage anders.
  • „Wir nennen sie Väter, und Vaterland - Benennen wir dasjenige Land, - Das erb- eigentümlich gehört den Fürsten; Wir lieben auch Sauerkraut mit Würsten.“
  • Na gut, die„Väter“sind heute gewählte Politiker und einigen Blaublütigen gehört noch erklecklich Land, aber der Rest…gehört doch uns allen, oder? Und Sauerkraut dürfen nicht nur Vegetarier heute auch ohne Würste verspeisen.
  • „Wenn unser Vater spazieren geht, - Ziehn wir den Hut mit Pietät; - Deutschland, die fromme Kinderstube, - Ist keine römische Mördergrube.“
  • Fürwahr! Deutschland kommt endlich wieder ganz gross raus. Wartet nur ab!
  • Zitate stammen von Heinrich Heine aus seinem (1844!) veröffentlichen Gedicht…siehe ganz oben!