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Politischer Aschermittwoch: Führer Friedrich

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Politischer Aschermittwoch Führer Friedrich

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Gesellschaft

Asche auf's Haupt – aber erst am Mittwoch, da will ich dabei sein: „Bedenke, Mensch, dass du Staub bist und wieder zum Staub zurückkehren wirst.“

Politischer Aschermittwoch der Bayernpartei in Vilshofen an der Donau im Jahr 2011.
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Politischer Aschermittwoch der Bayernpartei in Vilshofen an der Donau im Jahr 2011. Foto: High Contrast (CC-BY 3.0 cropped)

Datum 18. Februar 2026
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Das sind saubere Aussichten, auch wenn die Menschheit weiss: Feinstaub bleibt Feinstaub und Weintraub bleibt Weintraub! Jetzt ist Schluss mit lustig – bis zum Ostermarsch wird gefastet, in Gaza und Ostafrika deutlich länger, so Gott will.

Die deftigsten Sprüche, immer altbacken, ordinär und verlässlich frauenfeindlich (bis zum 8. März) wabern am Aschermittwoch aus den Bierzelten. Es riecht nach gestern und Sitzenbleibern und nirgends was von Gottes Segen, wenn Sie mich fragen.

Die Vorkonferenz zum Aschermittwoch ging am 15. Februar in der Braustadt München in die Brüche, also dem Ende zu, wie immer mit grossen Versprechen und kleinen Hoffnungen. Was die Kleinen und die Hoffnungen angeht: Der 15. Februar ist ja unbekannterweise auch „Kinderkrebstag“. Da erinnern wir uns vielleicht daran, dass bei uns die Mittel für Krebsforschung gekürzt werden. Friedrich hat genickt, Lars auch: Sehr ernste Gesichter. Da spüren wir's wieder: Die Welt braucht Führung, allen vorab die unsere, die westliche. Kennen Sie jemanden?
Westliche Welt und westliche Werte sind zwei Paar Stiefel. Bei uns stehen die Menschenrechte ganz, ganz oben auf dem Papier. Deshalb sind die Regierenden hier „über die Vorgänge dort“, in den USA, so stark beunruhigt: Dort ist das Papier noch billiger, so billig wie etwa in Ungarn, der Türkei, Russland. Es braucht
logischerweise offenbar einen Führer, der die Führungsrolle in die Hand nimmt. Friedrich, mach' du es!

Ich hab's kommen sehen – und meine Omi Glimbzsch aus Zittau ergänzt: „Das is erscht der Anfang!“ Die Werte vieler Leute lassen sich im Slogan „Beten, ballern, Trump“ zusammenfassen. Vielleicht ist der Ruf nach eigenen Atomwaffen etwa in der Eifel nur Eifelsucht?

Egal statt Égalité! Das Ergebnis ist Maga - ein Loch ist im Eimer, oh Henry, ein Loch...

Peter Grohmann