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Infantilo Corrupti: Die Fifa-Schleimspur

Sepp Blatters würdiger Nachfolger: Infantino und die Kunst, Ethik zu begraben Infantilo Corrupti: Die Fifa-Schleimspur

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Gesellschaft

Die Schleimspur der Knochenbrecher führt direkt ins Weisse Haus und endet in der grössten, wichtigsten und teuersten Weltmeisterschaft aller Zeiten: Zwei Diktatoren mit grandiosem Zungenkuss im Friedensrat.

Gianni Infantino und Donald Trump am 13. Juli 2025 im MetLife Stadium in East Rutherford, New Jersey.
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Gianni Infantino und Donald Trump am 13. Juli 2025 im MetLife Stadium in East Rutherford, New Jersey. Foto: The White House (PD)

Datum 11. Juni 2026
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Die grösste WM der Geschichte? Darunter macht's heute niemand mehr. Die beiden Stürmer sind verliebt – Infantino lebt eigentlich in Donalds Wohnzimmer: Wann wir schreiten Seit' an seit und die alten Lieder singen, fühlen wir: Es muss gelingen! Mit uns zieht die neue Zeit. Ob nun Gaza, Grönland oder Golf: Gianni ist immer am Ball: Ein dreifache Rittberger des Beifalls an alle Schurken der Welt – und auch hier der würdiger Nachfolger von Sepp Blatter.

Fussballfreund, Du mögest in interessanten Zeiten leben, soll eine chinesische Verwünschung lauten – und dafür tief, ganz ganz tief in die Tasche greifen: Der erste öffentliche Ticketverkauf für die Weltmeisterschaft 2026 zeigte angeblich, dass die FIFA bis zu 10.990 US-Dollar für die Teilnahme am Finale verlangte.

Am End' werden 's 3 Milliarden US-Dollar sein, die in Fifa-Kasse und welche noch fliessen. Bei dem Ticket-Preis braucht man einen Zweitjob und eine weisse Haut, denn Preis hin oder her: Ein falsches Wort, und die ICE zeigt Dir, wo der Bartel den Moscht holt, wie meine Omi Glimbzsch in Zittau gern sagt.
Der Fussbalfreund als solcher verzeiht schon mal ein Foul auf dem Spielfeld – alles jenseits der Arenen geht ihm meistens zurzeit am Allerwertesten vorbei. Er will in diesen prächtigen Tagen das Leder laufen sehen und nix vom liberalen Rechtsstaat hören, egal wo. Die Sache mit der Demokratie müssen die Amis schon allein machen, nach der Endrunde. Wer's glaubt, wird selig, hör' ich da die alte Glimbzsch orakeln.

Könnt' sein, dass Fussball, Fairness und Faktentreue nicht drei Paar Stiefel sind. Dafür lohnt es sich, unbeirrt am Ball zu bleiben, den Schiedsrichtern auf die Finger zu schauen und die Nationalhymnen endlich auch mal richtig falsch zu singen.

Aber nicht vergessen: Nach den gewaltigen Korruptions­skandalen vor 10 Jahren erfand die Fifa eine unabhängige Governance-Kommission, stärkte den Ethikunterricht und gründete einen Menschenrechts­beirat - Infantino hat alle gezielt gekillt. Das vollbesetzte Stadion antwortet immer: „Toooooor!“.

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