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Empörung und Resignation: Eine Genealogie der modernen Ohnmacht

Empörung und Resignation: Eine Genealogie der modernen Ohnmacht Tiefe Erschöpfung- ein Interview mit einer Philosophin

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Gesellschaft

Viele Menschen erleben Krisen, Kriege oder soziale Ungerechtigkeit als einen Dauerzustand.

Datum 19. Oktober 2026
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Die Philosophin Dr. Marina Christodoulou beschreibt in ihrem Aufsatz „Zu einer Genealogie der ontologischen Erschöpfung“ einen Prozess, der von Irritation über Empörung bis hin zu einer tiefen Erschöpfung des Weltbezugs führen kann. Ein Gespräch mit ihr darüber, was wir tun können.

Am Anfang stehen Irritation und Empörung, nicht Erschöpfung. Doch wenn diese Empörung immer wieder ins Leere läuft, kann daraus eine tiefere Form der Erschöpfung entstehen. Eine Erschöpfung unseres Bezugs zur Welt und ebenso zum eigenen Handeln. Christodoulou nennt das „ontologische Erschöpfung“. Warum ist das mehr ist als Burnout und weshalb ist gerade die Fähigkeit zur Empörung auch ein Ausgangspunkt für Hoffnung.

Ein Gespräch mit der an der Constructor University in Bremen unterrichtenden Philosophin Marina Christodoulou über Irritation, Erschöpfung und Hoffnung.
Marina, Sie beschreiben einen Weg von Irritation über Empörung bis hin zur Erschöpfung. Warum ist gerade diese erste Irritation, dieses scheinbar „kleine Gefühl“ philosophisch von Bedeutung?

Irritation erscheint zunächst unbedeutend, weil wir sie gewöhnlich als eine kleine Verärgerung verstehen: ein Geräusch, eine Verzögerung, eine Forderung, eine Unterbrechung. Philosophisch betrachtet zeigt Irritation jedoch, dass wir keine in uns abgeschlossenen Wesen sind. Die Welt berührt uns, wirkt auf uns ein und stört uns. Lebendig zu sein bedeutet, ansprechbar und reaktionsfähig zu sein. Irritation ist daher nicht bloss eine schlechte Stimmung, sondern eines der ersten Anzeichen dafür, dass zwischen dem Selbst und der Welt eine Spannung besteht. Bleibt die Reibung gering, vergeht sie wieder. Häuft sie sich jedoch an, kann sie moralische, politische und existenzielle Dimensionen annehmen.

Das ist wichtig, denn, wenn sich die Irritation verfestigt, kann sie in Empörung oder Wut übergehen. Empörung ist dabei nicht einfach nur Ärger. In ihrer besten Form ist sie eine moralische Reaktion: das Gefühl, dass etwas falsch, ungerecht oder der menschlichen Würde nicht angemessen ist. In diesem Sinne beginnt die Philosophie nicht nur im Staunen, wie häufig gesagt wird, sondern auch in der Empörung. Platon zeigt beide Ursprünge, die für ihn zugleich Ursprünge und Antriebskräfte des philosophischen Denkens sind: das Staunen und die Empörung. Das Staunen öffnet uns für das Sein, die Empörung für die Gerechtigkeit.

Zwischen beiden ist jedoch ein Gleichgewicht notwendig. Wenn die Empörung das Staunen vollständig aufzehrt, verschwindet die Reflexion. An die Stelle der Philosophie treten Frustration, Verzweiflung, Abstumpfung, Gewalt oder blosse Reaktion. Auf diese Weise können auch umfassendere „reaktionistische“ Haltungen und Formen von Politik entstehen: nicht aus wirklichem Denken, sondern aus einer erschöpften Empörung, die ihre Verbindung zu Staunen, Geduld und Urteilskraft verloren hat.
Irritation ist philosophisch also deshalb bedeutsam, weil sie das erste kleine Zeichen unserer Offenheit und Ausgesetztheit gegenüber der Welt ist. Sie kann entweder zu Reflexion und ethischem Handeln führen oder, wenn sie sich ansammelt, ohne verwandelt zu werden, zu Empörung, Resignation und schliesslich Erschöpfung.

Sie schreiben, dass aus Irritation Empörung entstehen kann. Ist Empörung für Sie also etwas Positives, vielleicht sogar etwas, das wir brauchen?

Ja, aber nur in einem genau bestimmten Sinn. Empörung kann etwas Positives sein, wenn sie eine Reaktion auf Ungerechtigkeit darstellt. Sie bedeutet, dass sich in uns noch etwas widersetzt und aufschreit: Das darf nicht hingenommen werden! In diesem Sinne ist Empörung mit Würde und ethischem Leben verbunden. Ein Mensch, der sich niemals empört, könnte auch jemand sein, der aufgehört hat, Gerechtigkeit zu erwarten.
Empörung kann jedoch auch destruktiv werden. Sie kann performativ, süchtig machend oder erschöpfend werden, insbesondere wenn sie ständig durch Medien und soziale Netzwerke angefacht wird. Wir brauchen Empörung also durchaus – aber Formen der Empörung, die sich in Handeln, Solidarität, Urteilskraft und Fürsorge verwandeln lassen.

Wut kann mobilisierend wirken, solange Menschen daran glauben, dass ihr Handeln etwas verändern kann. Sie kann sich auch zu moralischer Empörung entwickeln, einem notwendigen Impuls für Protest, kollektiven Widerstand und die Forderung nach Veränderung. Dies entspricht dem Geist von Stéphane Hessels einflussreichem Manifest Indignez-vous! aus dem Jahr 2010, das auf Deutsch unter dem Titel Empört Euch! erschien und die Indignados-Bewegungen in mehreren Ländern inspirierte. Wenn sich Ungerechtigkeiten jedoch immer wiederholen und das eigene Handeln offenbar keine Wirkung zeigt, kann Empörung allmählich in Resignation umschlagen. Die Menschen fühlen sich dann nicht nur müde, sondern in einer Situation gefangen, die nicht mehr veränderbar erscheint.

Viele Menschen kennen das Gefühl: Man engagiert sich vor Ort oder überregional. Geht immer wieder auf die Strasse, setzt sich für eine bessere Welt ein und trotzdem scheint sich kaum etwas zu verändern, geschweige denn zu verbessern. Ist das der Punkt, an dem Empörung in Erschöpfung umschlagen kann?

Ja, sehr oft. Empörung kann Handeln tragen, solange Menschen daran glauben, dass ihr Handeln etwas bewirkt. Wenn sie jedoch protestieren, sich organisieren, schreiben, wählen und öffentlich Stellung beziehen, dabei aber immer wieder dieselben Ungerechtigkeiten erleben, kann die Empörung allmählich in sich zusammenfallen. Sie verschwindet nicht einfach. Sie wird zu einer müden oder erschöpften Empörung.

Das ist ein sehr schmerzhafter Moment, denn die betroffene Person hat nicht aufgehört, sich zu kümmern. Im Gegenteil: Sie ist möglicherweise gerade deshalb erschöpft, weil sie sich zu lange und zu intensiv engagiert hat, ohne eine wirkliche Veränderung zu sehen. An diesem Punkt wird politische Enttäuschung zu existenzieller Erschöpfung.

Welche Rolle spielt Resignation auf diesem Weg zur ontologischen Erschöpfung?
Resignation ist der Wendepunkt. Solange ein Mensch empört ist, kann er noch sagen: „Nein, das ist falsch.“ Mit der Resignation verwandelt sich dies in: „Es ist falsch, aber man kann nichts dagegen tun.“ Resignation ist kein Frieden und auch keine Annahme im weisen oder gelassenen Sinn. Vielmehr ist sie häufig eine stille Kapitulation nach wiederholter Frustration.

Auf dem Weg zur ontologischen Erschöpfung ist Resignation der Moment, in dem sich die Zukunft zu schliessen beginnt. Der betroffenen Person fehlt dann nicht mehr nur die Energie; sie verliert zunehmend auch das Gefühl, dass Handeln, Sprechen oder Hoffen noch etwas bewirken können. Sie zieht sich zurück, gibt einzelne Dinge im Leben auf und schliesslich das Leben selbst – zumindest so, wie zu leben ihr vorgeschrieben oder abverlangt wird. Zunächst handelt es sich um eine Abkehr von einer bestimmten Lebensform oder Lebensweise. Da diese Lebensform für die betroffene Person jedoch ihr konkretes Leben ausmacht, kann daraus schliesslich eine Resignation gegenüber dem Leben und dem Sein überhaupt werden.

Dazu gehört zunächst die Empörung darüber, man selbst sein zu müssen, und anschliessend die Resignation gegenüber diesem Selbstsein. Man wird des eigenen Selbst müde und schliesslich davon erschöpft, man selbst zu sein. Gemeint ist damit die Anstrengung, eine bestimmte Selbsterzählung und soziale Rolle aufrechtzuerhalten, die nicht mehr mit dem eigenen inneren Erleben in Resonanz steht, Resonanz wie Hartmut Rosa es beispielsweise beschreibt. Hieraus erklären sich auch die zahlreichen Formen des Eskapismus in der Kulturgeschichte, die heute noch intensiver und weiter verbreitet scheinen. Peter Sloterdijk hat diese Bewegung in seinem Werk Weltfremdheit von 1993, auf Englisch 2024 als Out of the World erschienen, eindrücklich beschrieben.

Wenn Sie, Marina, von „ontologischer Erschöpfung“ sprechen, klingt das zunächst etwas abstrakt. Wie spüren Menschen, dass es bei ihnen oder auch bei Freunden längst nicht mehr um ein Zuviel an Stress oder Burnout geht, sondern um etwas Tieferes, um eine existenzielle Erschöpfung, „metaphysisch ausgezehrt“ könnte man sagen?

Ein Anzeichen dafür ist, dass gewöhnliche Erholung nicht mehr auszureichen scheint. Urlaub, Schlaf oder ein freies Wochenende können dem Körper helfen, aber nicht dieses tiefere Gefühl verändern. Die betroffene Person teilt dann nicht mehr nur mit: „Ich bin müde.“ Sie beginnt vielmehr zu sagen oder still zu empfinden: „Ich kann nicht weiter in diesem Rhythmus, in dieser Rolle, in dieser Welt leben.“

Dies kann sich als Verlust des Horizonts zeigen. Die Person funktioniert weiterhin, doch alles fühlt sich schwerer an. Sie kann E-Mails beantworten, zur Arbeit gehen, Menschen treffen und sogar lachen, aber darunter liegt das Gefühl, dass der Sinn immer dünner geworden ist. Sie ist nicht nur von einzelnen Aufgaben gestresst, sondern von der gesamten Ordnung des Daseins erschöpft.

„Sie beschreiben ontologische Erschöpfung als ein gesellschaftliches Phänomen. Welche Entwicklungen unserer Zeit tragen aus Ihrer Sicht besonders dazu bei?“

Hier kommen verschiedene Entwicklungen zusammen. Da ist der Druck, ständig produktiv, flexibel und verfügbar zu sein sowie sich selbst zu optimieren; es sind die „Leistungsgesellschaft“ und die ständige, ja geradezu zwanghafte Selbstoptimierung, die negative Symptome und Auswirkungen wie Depressionen, Burn-out, ADHS und Borderline-Störungen hervorrufen – Themen, die der koreanisch-deutsche Philosoph Byung-Chul Han in seinen Werken behandelt, insbesondere in Müdigkeitsgesellschaft (2010) [The Burnout Society, 2015].

Hinzu kommen die Unsicherheit von Arbeit, Wohnen und Zukunft, das hohe Tempo des digitalen Lebens, der permanente Vergleich in den sozialen Medien und inzwischen auch der Druck durch künstliche Intelligenz. Sie lässt selbst Denken und kreatives Arbeiten so erscheinen, als müssten sie immer schneller werden.

Daneben gibt es eine politische Erschöpfung: das Gefühl, dass sich die Krisen vervielfachen, während das Vertrauen in Institutionen abnimmt. Und es gibt eine ökologische Erschöpfung: den Eindruck, dass selbst der Planet müde, beschädigt und ausgezehrt ist. Ontologische Erschöpfung ist daher nicht nur ein privater psychischer Zustand. Sie gehört zu den Rhythmen unserer Gesellschaften.

Man kann aber auch sagen, dass viele Menschen trotz aller Krisen hoffnungsvoll bleiben. Besteht deshalb nicht die Gefahr, dass Ihre Theorie unsere Gegenwart zu düster beschreibt?

Diese Gefahr besteht, und es ist wichtig, sie zu vermeiden. Ich möchte nicht behaupten, dass alle Menschen erschöpft sind oder dass die Hoffnung verschwunden ist. Viele Menschen bleiben zuversichtlich, mutig, kreativ und politisch engagiert. Doch die Existenz von Hoffnung hebt die Realität der Erschöpfung nicht auf.

Tatsächlich bestehen beide häufig nebeneinander. Ein Mensch kann zugleich hoffnungsvoll und erschöpft sein. Er kann weiterhin an Gerechtigkeit, Liebe oder Veränderung glauben und sich dennoch durch die Anstrengung, an diesem Glauben festzuhalten, zutiefst zermürbt fühlen. Mein Konzept versucht, genau diese Spannung zu benennen, nicht die Hoffnung auszulöschen.

Dennoch ist die allgemeine Weise, in dieser Welt zu sein, eine erschöpfende und zugleich auszehrende. Man ist erschöpft, weil man in einer erschöpfenden Welt lebt und erschöpfenden gesellschaftlichen Anforderungen ausgesetzt ist. Dadurch werden auch das eigene Sein, das eigene Leben und das eigene Selbst erschöpft, wie der französische Philosoph und Soziologe Alain Ehrenberg in Das erschöpfte Selbst. Depression und Gesellschaft in der Gegenwart – ursprünglich La Fatigue d'être soi. Dépression et société – beschreibt.

Zugleich erschöpft der erschöpfte Mensch seinerseits anderes: sich selbst, andere Menschen, andere Lebewesen, Ideen, die Natur und schliesslich den Planeten selbst. Ich vertrete daher die durchaus gewagte These, dass sowohl die ökologische Zerstörung und damit die Klimakrise als auch die Zerstörung ideologischer Orientierungen und der daraus hervorgehende Extremismus Folgen dieses Wechselspiels zwischen Erschöpfung und dem Vermögen des Erschöpften sind, seinerseits anderes zu erschöpfen.

Ontologische Erschöpfung ist somit auch politisch – und zwar in einem weiten Sinne des Politischen: als etwas, das unsere soziale und kollektive Existenz, unsere gemeinsamen Entscheidungen und unsere Fähigkeit zum gemeinsamen Handeln betrifft, also unser Mitsein.

Was gibt Ihnen Anlass zu glauben, dass Menschen aus ontologischer Erschöpfung wieder herausfinden können?

Der erste Grund ist, dass Erschöpfung nicht nur ein Ende darstellt. Manchmal ist sie auch eine Offenbarung von Stärke und damit ein Anstoss zur Veränderung. Sie zeigt auf, dass eine bestimmte Lebensweise so nicht fortgeführt werden kann. Diese Erkenntnis mag schmerzhaft sein, kann aber auch Klarheit schaffen.

Der zweite Grund ist, dass selbst erschöpfte Menschen häufig noch eine schwache Form des Widerstands bewahren. Vielleicht schreien sie nicht mehr, doch etwas in ihnen weigert sich weiterhin, die Welt so hinzunehmen, wie sie ist. Diese kleine Verweigerung ist bedeutsam. Sie kann zum Anfang eines anderen Rhythmus, einer anderen Form von Solidarität und einer anderen Weise zu leben werden.

Ich würde mir wünschen, dass Ihr Konzept der „ontologischen Erschöpfung“ für politisch engagierte Menschen, die offenbar genau das erleben, sinnvoll genutzt wird. Deshalb zum Schluss gefragt: Wie könnte man – ausgehend von dieser möglichen Diagnose – dieser spezifischen Form der Erschöpfung begegnen?

Ich würde das Konzept zunächst als eine Sprache der Anerkennung verwenden, nicht als Etikett für Schwäche. Politisch engagierte Menschen hören häufig, sie seien ausgebrannt, weil sie zu viel getan hätten. Das mag stimmen, ist aber nicht die ganze Wahrheit. Sie können auch deshalb erschöpft sein, weil sie immer wieder mit Ungerechtigkeit konfrontiert waren, ohne eine ausreichende Veränderung zu erleben. Ihre Erschöpfung ist daher nicht nur persönlich, sondern ebenso ethisch und politisch.

Der erste Schritt besteht deshalb darin, zwischen Müdigkeit infolge von Aktivität und Erschöpfung infolge blockierten Sinns zu unterscheiden. Aktivistinnen und Aktivisten brauchen nicht nur Erholung. Sie müssen auch das Gefühl haben, dass ihr Handeln noch zu einer möglichen Zukunft gehört. Politische Bewegungen brauchen daher nachhaltige Formen des Engagements: geteilte Verantwortung, einen regelmässigen Wechsel der Aufgaben, Räume für Trauer, realistische Ziele, Schutz vor permanenter Empörung und das Recht, sich ohne Scham zeitweise zurückzuziehen.

Zweitens sollten politische Gemeinschaften aufhören, Selbstaufopferung zu verherrlichen. Wenn eine Bewegung nur überlebt, indem sie die Körper und seelischen Kräfte ihrer engagiertesten Mitglieder aufzehrt, wiederholt sie die Gewalt, gegen die sie sich richtet. Fürsorge ist kein nachgeordneter Aspekt des Politischen. Sie ist eine seiner Bedingungen.

Drittens kann die Philosophie helfen, indem sie etwas tut, das einst ganz unmittelbar zu ihren Aufgaben gehörte: gelebte Erfahrungen Namen zu geben. Ein Begriff ist nicht bloss ein abstraktes Werkzeug. Er kann jemanden dazu befähigen, mit Recht zu sagen: „Was ich empfinde, ist nicht lediglich mein privates Versagen. Es gehört zu einer Welt, einer Geschichte, einem Rhythmus und einer Struktur.“ Diese Anerkennung löst nicht alles, aber sie kann einen Weg eröffnen.

Schliesslich kann die Antwort nicht allein in individueller Resilienz bestehen. Wir sollten erschöpfte Menschen nicht einfach dazu auffordern, sich besser an eine erschöpfende Welt anzupassen. Die tiefere Aufgabe besteht darin, die Rhythmen dieser Welt zu verändern: die Art und Weise, wie wir arbeiten, uns organisieren, protestieren, ruhen, füreinander sorgen und uns die Zukunft vorstellen. Ontologischer Erschöpfung begegnet man nicht, indem man Menschen auffordert, noch mehr auszuhalten, sondern indem man andere Formen des Lebens möglich macht.

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