Die AfD ist sicher in Deutschland SPD - Herzliches Beileid
Gesellschaft
Wenn eine gestandene konservative Partei wie die SPD mit einem einzigen Schluckauf vom Rheinhessischen 10 Prozent ihrer Wähler verliert.

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Wahlplakat der SPD in Frankfurt am Main, 3. März 2026. Foto: conceptphoto.info (CC-BY 4.0 cropped)
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Ja wo sind sie denn, unsre flinken linken Schwestern und Brüder? Möglich, dass sie gemeinsam mit der Linken in ihrem Häusle an einer handgemachten Mietpreisbremse basteln. Möglich, dass der Nachbar mit der grösseren Karre (Jahreswagen, grün lackiert) seit einiger Zeit sein Deutschland-Fähnle am First des Eigenheims flattern lässt. Vielleicht wählt er auch gleich AfD, während Maria aus Wroclaw die Mutti füttert und ihm sein Zahnarzt Dr. Baschar Kahled die Beisserchen repariert. Sonderpreis, arg ginschtig.
Die Kinder sind aus dem Haus, tendieren eher in Richtung sichere Renten, fürchten sich vor Krieg und Klimawandel und wissen nicht warum. Sie haben lebenslang noch nie eine Tageszeitung gelesen, keine Ahnung, ob Hannah Arendt eine Nummer im Frauenfussball ist und Jan Böhmermann dieser Urwalddoktor da aus Lambarene. Ach ja, der Religionsunterricht. Und dann das N-Wort, es käme ihnen nie über die Lippen. Das darf allenfalls Boris Palmer sagen, der Aperol Spritz aus Tübingen. Voll im Trend das alles, wie Rote Bete, Pak Choi und lila Kartoffeln aus heimischer Erde. Alles Bio, ausser Gaza.
Kein Mensch kennt mehr niemanden, alles geliked. Die AfD ist sicher in Deutschland, wer dagegen ist: Geh doch nach drüben.
Aber drüben ist auch nicht mehr ganz so, wie es mal sein wollte und nie wurde. Da passt es, dass die Blauen jetzt die stärkste der Parteien sind und eine Brandmauer gegen die Demokratie bauen. Pass bloss auf in Weimar.
Ich hab Mendelssohn und Ludwig aus Feuerbach, die Rosa Luxemburg, Traven und Tom Prox, Diotima aus Matineia, Edith Stein und machmal Bertha von Suttner. Das sollte reichen.
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