Wer hat, dem wird gegeben Das Blaue vom Himmel, das Gelbe vom Ei
Wahlen sind auch nicht mehr das, was sie mal waren. Früher waren Wahlen hundertprozentig zuverlässig. „Unsere waren immer an zweiter Stelle, da konntste Gift druff nehmen'“, sagt dazu meine Imi Glimbzsch in Zittau.
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Der Spitzenkandidat der AfD, Ulrich Siegmund, hält im Rahmen seines Wahlkampfs für die Landtagswahl 2026 in Sachsen-Anhalt eine Wahlkampfveranstaltung ab und trifft sich mit Wählern in der Magdeburger Innenstadt. Foto: Roy Zuo (CC BY-SA 4.0 cropped)
Aber Wahlen sind in dieser Welt schon lange nicht mehr das Gelbe vom Ei (ausser für die Parteikassen). Eine Partei darf nie mehr staatliche Mittel erhalten, als sie im selben Jahr selbst erwirtschaftet hat - durch Mitgliedsbeiträge, Mogeln, Spenden oder Vermögen. Deshalb bekommen grosse Parteien grosse Spenden, für die sie aber schon bissle was tun sollten, damit nicht eng wird. Im Matthäus-Gleichnis heisst es dazu: „Denn wer da hat, dem wird gegeben, dass er die Fülle habe; wer aber nicht hat, dem wird auch das genommen, was er hat.“ Da ist nicht die nackte Knete gemeint – Bares für Rares - sondern eher der Verstand. Er mahnt, wenn auch oft vergeblich, dass wir heute das Beste aus unserem Leben machen müssen. Dann wird uns morgen, wenn's gut läuft, noch mehr anvertraut. Jene aber, die mit bissel, was sie haben – etwa Demokratie und Menschenrechte - auch noch schludrig umgehen - die werden sogar das noch verlieren! So oder so: Man siehet die im Lichte - die im Dunkeln sieht man nicht. 61 % der Spendenden bleiben im Dunkeln, weil die Spende 10.000 Euro nicht übersteigt. Hamse mal ne Mark für mich?
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