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Widerstandskollektiv und End Cement kündigen Zementwerksblockade von Heidelberg Materials an

Gegen das Sponsoring des Musikfestivals “Heidelberger Frühling” Widerstandskollektiv und End Cement kündigen Zementwerksblockade von Heidelberg Materials an

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Gesellschaft

Das Widerstands-Kollektiv und das Aktionsbündnis End Cement kündigen an, am Donnerstag, den 16. April, das Zementwerk von Heidelberg Materials zu blockieren.

Das Heidelberger Zement Werk in Ennigerloh Süd.
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Das Heidelberger Zement Werk in Ennigerloh Süd. Foto: Dietmar Rabich - Wikimedia Commons - Ennigerloh, Zementwerk HeidelbergCement -- 2014 -- 8672 (CC-BY-SA 4.0 cropped)

Datum 11. April 2026
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In der Vergangenheit gab es bereits mehrere Blockaden vor dem Zementwerk, bei denen teils bis zu 100.00 Euro Sachschaden von Heidelberg Materials geltend gemacht wurden.[1]

„Wir werden dafür sorgen, dass die Zementindustrie ihre zerstörerische Arbeit an diesem Tag nicht weiterführen kann“, so Kim Z. (27) Sprecherin des Bündnisses gegen die Menschenrechtsverletzungen und das Kulturwashing von Heidelberg Materials.

Die Studentin ergänzt: „Während Heidelberg Materials weltweit Menschenrechte verletzt und das Klima belastet, setzen wir ein Zeichen des Widerstands - direkt vor den Werkstoren.“
Die Initiative lädt offen zur Teilnahme ein: „Komm am Donnerstag, dem 16. April, um 12 Uhr nach Leimen zum Zementwerk und schliesse dich der Blockade an“.
Die geplante Blockade erfolgt in der Zeit des End Cement Camps, das vom 12. bis 20. April in Heidelberg stattfindet. Das Camp wendet sich gegen das Sponsoring des Musikfestivals “Heidelberger Frühling” durch Heidelberg Materials.

Das Widerstands-Kollektiv ist eine Gerechtigkeits-Bewegung, die sich Ende Februar 2025 als eines der beiden Nachfolge-Projekte aus der Letzten Generation gegründet hat.

Im Fokus des Widerstands-Kollektivs steht die Notwendigkeit gerechten Klimaschutzes.

Das Projekt sieht die Klimakatastrophe als eine soziale, ökologische und demokratische Krise. Es versucht jedoch nicht mehr, Druck auf eine Regierung auszuüben, die sich in den vergangenen Jahren als unfähig (oder unwillig) erwiesen hat, sondern wird gerechten Klimaschutz selber machen.
Das Widerstands-Kollektiv setzt überall dort an, wo sich Zerstörungen und Ungerechtigkeiten abspielen.

Dafür werden verschiedene Protestformen genutzt. Beispielsweise werden Parkplätze in Grünflächen umgewandelt oder Radwege gemalt gemacht. Ausserdem nimmt die Gruppe diejenigen, die sich an der Zerstörung bereichern, in die öffentliche Verantwortung. Durch ungehorsame Versammlungen sollen Konzernzentralen, Flughäfen oder Baustellen besetzt werden. Umweltschäden werden direkt verhindert, etwa durch die Stilllegung klimaschädlicher Anlagen oder das öffentliche Blossstellen von klimaschädlichen Konzernen.

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