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Oh Billag Neoliberale über alle

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Der inzwischen namhafte Künstler, Forscher und Unpolitiker Königswasser sagte es korrekt voraus: Wenn die Medien vollständig privatisiert werden können, kann dies auch der Politik passieren. Dem Staat. Den Kantonen.

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Bild: SF DRS Gebäude in Zürich-Leutschenbach. / Roland zh (CC BY-SA 3.0 unported - cropped)

7. Februar 2018

07. 02. 2018

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Zum ungefähr fünften Jahrestag der Annahme der No Billag-Initiative möchten wir in dieser Propaganda aus unserem fröhlichen System der Fragen und Antworten oder der Mitteilung interner Aktualitäten ausbrechen und ein wenig in Erinnerungen schwelgen.

Noch vor fünf Jahren war unsere Politik gemächlich, konstant, entspannt und relativ solidar.

Damals gab es in jedem Kanton einen Rat, eine Gruppe von Menschen, die sich dadurch, dass sie von anderen Menschen des Kantons dazu gewählt wurden, um ein möglichst reibungsloses Zusammenleben der Einwohner kümmerten. Sie betrieben Politik im Namen der Bürger. Oder gaben sich zumindest oft redlich Mühe, dass es so wirkte.

Es klingt schon beinahe sentimental.

Heute heissen die Politiker Chef oder Chefchef und die Bürger, also wir, sind nun die offiziellen Doppelsklaven im Hamsterrad der Produktion und Konsumation.

Vor dem Stoppen des Rads fürchten wir uns, denn es könnte sein, dass wir im weichen Stroh landen und plötzlich nichts mehr zu tun hätten. Doch darum geht es jetzt noch nicht.

Die mächtigsten, reichsten, ausbeuterischsten Firmen regieren nicht mehr nur unser Arbeits- und Konsumleben, sie legten unser ehemals föderalistisches, demokratisches Machtsystem zu den Akten des Büros für Menschlichkeit.

Besser gesagt: in den Aktenschredder der Dokumente lebenswerter Gemeinschaften.

Wir wissen es: die Annahme der No Billag-Initiative erschütterte unsere Freiheit und Neutralität in den Grundfesten und nach einigem verzweifelten Aufbegehren der Solidaristinnen stürzte unsere Demokratie doch noch komplett ein.

Dabei ist noch immer nicht geklärt, ob das Ja nur durch ein grosses Missverständnis zustande kam. Die doppelte Verneinung verwirrte selbst konstante, konservative, prinzipielle Ablehner und trieb sie zu einem falschen Ja.

Als erstes sprangen die beiden Kantone Appenzell Innerrhoden und Zug in die offenen Firmenarme. Die EMS und ihr Patron waren schon lange stillschweigender Herr des Kantons und Zug sah es mit den Währungen seit je gerne locker, modern und risikokapitalistisch.

Nun ist auch die letzte, freiheitsliebendste Region im vollständigen Besitz einer privaten Macht: der Jura musste sich nach zahlreichen, auffällig hartnäckigen Krankheitswellen der Pharmaindustrie beugen und sich ihr übergeben.

Auf dem schweizerischen Territorium spielt die ganze Welt Schach. Die Rüstungsfirmen haben sich strategisch geschickte Gegenden gesichert. Im ehemaligen Genf wird gewaschen, was gewaschen werden kann und alles wird möglich, wenn nur die ständigen Diskussionen nicht so anstrengend wären.

Wagen wir eine Prophezeiung, sieht die so aus: Die Chemieunternehmen rotten sich selbst aus durch Vergiftungsattentätchen. Wer sich mit Öl, Rohstoffen, Energie beschäftigt, merkt bald, dass die Erde nicht reicht und verschwindet irgendwohin ins All.

Einzig der Krieg und das Geld bleiben. Der Krieg sorgt dafür, dass die Produkte immer wieder zerstört und darum neu hergestellt werden können. Dem Krieg gehört jedes Territorium, aller Raum.

Das Geld sammelt sich in der KRYPTUUBS, der Gemeinschaft aller Ansprüche auf Gegenleistung. Wer das Geld hat, hat alle Zeit der Welt.

Besitz ist eine auslöschende Ideologie.

Gemeinschaft, Liebe, Zusammenhalt und Dankbarkeit sind unauslöschbar ewigwährend und stark.

Entscheide dich nicht für die Angst.
Entscheide dich für die Liebe.

die diebe

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