Buchrezensionen
René Viénet: Wütende und Situationisten in der Bewegung der Besetzungen im Pariser Mai 68„Überall muss das Unglück zurückgeschlagen werden“
04.07.2023 -
Zur Neuherausgabe der deutschsprachigen Ausgabe von René Viénet, Wütende und Situationisten in der Bewegung der Besetzungen im Pariser Mai 68 in der Edition AV.mehr...Kultur
Zur Sache, Schätzchen„Ich habe den Reichstag angesteckt ...”
21.04.2021 -
„Zur Sache, Schätzchen” nimmt sich weder allzu ernst, noch erhebt der Film den Anspruch, irgend etwas Tiefschürfendes verkünden zu wollen. May Spils Rebellion gegen den verstaubten deutschen Film der 50er Jahre ist allerdings zugleich eine Art Befreiungsschlag gegen analog dazu verstaubte Konventionen und Verkrustungen der Elterngeneration – allerdings nicht in einem hochpolitischen Sinn.mehr... ‧
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Politik
Rudi Dutschke in zwölf OriginalaufnahmenDie Stimme der Revolution erklingt wieder
20.04.2021 -
Rudi Dutschke konnte reden. Und er hatte etwas zu sagen. „Die Rednergabe gehörte zu seinem politischen Handwerkszeug; aber das Handwerkszeug war nicht, was ihn eigentlich ausmachte, sondern: dass er wirklich meinte, was er dachte und mit seiner ganzen Person dafür einstand“, so hat es Dutschkes Weggefährte Michael Schneider kurz nach dessen Tod formuliert. Dutschke wirkte durch seine Reden und durch die Gespräche. Das ist bis heute nicht zu überhören.mehr...Gesellschaft
Ein RückblickDie 68er und links
13.01.2020 -
Früher, sagen wir zwischen 1965 und 1975, wäre eine Position wie die von Philipp Demandt anlässlich der Entfernung eines sexistisch anstössigen Bildes aus einem Museum vertretene („Erst hängen wir die Bilder ab, dann die Freiheit an den Nagel“, FAZ-Interview 1.2.2018) eine linke Position gewesen.mehr...Buchrezensionen
Anne Reiche: Auf der SpurAuthentischer Blick auf das Innenleben einer Bewegung
15.09.2019 -
Anne Reiche, Jahrgang 1946, hat mit „Auf der Spur“ ein packendes und kämpferisches Buch geschrieben. Mit gängigen Autobiografien sonstiger „68er“ Protagonist*innen hat es nichts zu tun. Hier gewährt kein geläuterter Karrierist einen jovialen Rückblick auf seine radikale Jugend, als er auch mal an einem Joint gezogen und bei der Springerblockade einen Stein nach vorne gereicht habe.mehr...Buchrezensionen
Bini Adamczak: Beziehungsweise Revolution. 1917, 1968 und kommende.Kleine Schritte zum ganz Grossen
13.02.2019 -
Revolution heute denkbar zu machen und revolutionär zu werden – das bedeutet, gemeinsam eine neue links-emanzipatorische Grosserzählung zu entwerfen, an der sich verschiedene radikale politische Strömungen ausrichten können. Diese Suche nach Verständigung wird von Bini Adamczak in „Beziehungsweise Revolution“ vollzogen.mehr...Gesellschaft
Ich wollte etwas Abenteuerliches, Irrationales, stark Emotionales1968 war die Zündung
03.08.2018 -
Die Ereignisse von 1967 und 1968 erreichten mich über die Nachrichten, im Radio und Fernsehen. Da braute sich etwas zusammen, was mich als Jugendliche magnetisch anzog. In der Schule veränderte sich das Klima. Die Schüler diskutierten untereinander und provozierten die Lehrer im Unterricht. Ich hörte zu.mehr...Gesellschaft
Die Revolte als Klassenkampf„Die“ 68er gibt es nicht
14.05.2018 -
Die politische Debatte des Jubiläumsjahrs 2018 hat diverse Facetten: schroffe Abgrenzung, Warnung vor Gewalt und „Extremismus“, Selbstbezichtigung einstiger Aktivist_innen: Akzeptabel scheint, was sich als integrierbar erwies. Welche Lehren für eine Neue Klassenpolitik lassen sich aus der Revolte vor fünfzig Jahren ziehen, wenn wir ihre Vorgeschichte und ihre verschiedenen Akteure nicht vergessen?mehr...Politik
Die 68er-Bewegung und ein sehr moderner ProfessorPurzelbäume im Handgemenge
30.04.2018 -
Wie der Zürcher Historiker Philipp Sarasin die Arbeiter*innenklasse aus der jüngeren Geschichte verschwinden lässt und dabei vor allem über sich selber spricht. So hat er mehrere Bücher zum französischen Vieldenker Michel Foucault publiziert und gilt als profunder Kenner dessen Werks.mehr...Gesellschaft
Pitaval 68: Sammlung von historischen StrafrechtsfällenDie Liebe-Bande
19.04.2018 -
Am 16. Februar 1968 meldete BILD, dass einer der gefährlichsten Gangster der Bundesrepublik ausgebrochen sei: Arthur Liebe, 23, der „Itzel“, war geflitzt. Sein Bruder Friedrich, genannt „Sherro“, auch seit einem Dreivierteljahr hinter Gittern, jubelte. Arthur sei eben doch ein ganzer Kerl. War er vorher ein halber Kerl oder ein Hundertstel Kerl?mehr...

