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Hackerspaces im Fokus Niederländischer Geheimdienst will offenbar Chaos Computer Club ausspionieren

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Der niederländische Geheimdienst will offenbar die internationale Hackerszene ausspähen. Das berichtet die Bürgerrechtsorganisation Buro Jansen & Janssen, an die sich eine Person gewandt hat, die als Informant angeworben werden sollte.

Chaos Communication Congress, Berlin, Deutschland.
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Bild: Chaos Communication Congress, Berlin, Deutschland. / Max Braun (CC BY-SA 2.0 cropped)

30. Januar 2017

30. 01. 2017

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Wie die Bürgerrechtsorganisation Buro Jansen & Janssen berichtet, hat der niederländische Inlandsgeheimdienst AIVD offenbar versucht, einen Betreiber von Tor-Exit-Nodes an der Delft University of Technology als Informant anzuwerben. Die betroffene Person wandte sich mit der Nachricht an Buro Jansen & Janssen, eine Organisation, die seit mehr als 30 Jahren geheimdienst- und polizeikritische Arbeit macht und solche Fälle dokumentiert.

Laut dem Bericht von Jansen & Janssen passten ein Mann und eine Frau die betroffene Person ab und versuchten, ihr eine Beschäftigung als Informant schmackhaft zu machen. Dabei gaben sie sich als Mitarbeiter des niederländischen Innenministeriums aus und drohten mit juristischen Konsequenzen wegen der Tor-Exit-Nodes.

Hackerspaces im Fokus

Laut Informationen der betroffenen Person richtet sich das Interesse des AIVD vor allem auf Aktivitäten in Deutschland. Die Mitarbeiter schlugen der betroffenen Personen vor, er solle in Deutschland arbeiten, dort die Hackerspaces des Chaos Computer Clubs (CCC) besuchen und berichten, was dort vor sich gehe.

Eine Sprecherin des Geheimdienstes AIVD sagte gegenüber netzpolitik.org, dass sie nichts über den Fall wisse. Es entspreche zudem nicht der Praxis des Geheimdienstes, Menschen einzuschüchtern.

Linus Neumann, Sprecher des CCC, sagt: „Unsere Quellen beim AIVD haben uns schon im Voraus gewarnt. Wir sind deswegen nur mässig überrascht.“ Der CCC freue sich aber, dass ein weiterer Versuch der Unterwanderung an den hohen moralischen Prinzipien der Community gescheitert sei.

Der Chaos Computer Club und sein Umfeld stünden öfter im Fokus solcher Versuche. Neumann rät deshalb Betroffenen, immer und sofort alle Details des Gespräches, die Ziele und die Namen der Anwerbenden öffentlich zu machen. Die betroffene Person in den Niederlanden habe das genau richtig gemacht.

Markus Reuter
netzpolitik.org

Dieser Artikel steht unter einer Creative Commons (CC BY-NC-SA 4.0) Lizenz.

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