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Fujitsu HandyDrive Data Edition | Untergrund-Blättle

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Nerd-Kram Fujitsu HandyDrive Data Edition

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Über das Ding bin ich neulich im Keller gestolpert. Wieso hat ein Nerd wie ich so einen Nerd-Kram? Ich konnte das Teil erst gar nicht einordnen. “Fujitsu HandyDrive Data Edition” – WTF?

Fujitsu Eagle disk drive.
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Bild: Fujitsu Eagle disk drive. / Dave Fischer (CC BY-SA 3.0 unported - cropped)

18. Oktober 2013

18. 10. 2013

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2 min.

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Das ist so ein dickes Kunstleder-Etui. Wenn man den Reissverschluss rundum öffnet, sieht man – präzise in zwei eingenähte Taschen eingefügt – :

Eine USB-Festplatte in einem kunstvoll gestalteten Plastikgehäuse und ein fein säuberlich aufgewickeltes USB-Kabel um erstere an einen PC (das heisst “Personal Computer”, so graue Klötze, die früher neben Schreibtischen standen) anzuschliessen.

Ich weiss nicht, von wann die ist und wie viel Speicherplatz sie bietet und es steht tatsächlich nirgendwo drauf. Es ist an dem Teil und seiner aufgepimpten Verpackung nicht herauszufinden. Amazing.

Eine Internetrecherche ergibt, dass das Ding wohl 40GB Speicherkapazität hat. Das steht auf Ebay und anderen Händler-Portalen. Diese poshe Platte hat offensichtlich noch Liebhaberwert bei Sammlernerds. Denn zur Verwendung würde die sicher keiner kaufen, der Okolyt hat mindestens 10 Jahre auf dem Buckel.

Warum also kaufte ein Nerd wie ich vor einer Dekade so eine Nerd-Platte? 40GB, der Wahnsinn! Kein normaler Mensch wollte damals solche Datenmengen rumschleppen!

Normale Menschen nicht … ich mache auch Musik. Und in der Frühzeit der Digitalisierung der Volksmusik hatte ich einen Linux-Rechner – damals musste man sich richtig, richtig auskennen um einen Linux-Rechner betreiben zu können – den ich mit Kernel-Patches und aufwändiger manueller Konfiguration in diversen Konfigurationsdateien zu einer damals sehr respektablen Multitrack-Recording-Maschiene aufgemotzt hatte. Der ist heute noch in Betrieb.

Da muss ich kurz abschweifen: “Volksmusik”, das ist es, was ich mit meiner Band mache. Der Begriff hat ja leider ein klein bisserl gelitten. Also Volksmusik ist die Musik, die das Volk so macht. Früher war das Volk zu arm um Instrumente zu besitzen. Darum kommen aus dieser Zeit nur Volkslieder zu uns. Als die Kommerzialisierung der Musik richtig los ging, gab es im Volk schon viele Instrumente. Also mischte das Volk traditionelle Volksmusik mit Rock & Roll und gebar den Schlager. Und mit der Kommerzialisierung blieb das Label Volksmusik daran kleben.

Heute macht das Volk ganz andere Musik. Punk ist sehr verbreitet, weil es relativ einfach zu spielen ist. Dann gibt es einen Haufen Zeug, das sehr laut ist. Da kann man sich wahrscheinlich prächtig abreagieren. Und dann gibt es noch viel Jazz, Elektro und alles mögliche Schräge Zeug. Wir machen ein paar eigene Lieder und sonst alte Volkslieder, die wir in verschiedenen mehr oder weniger modernen Stils neu interpretieren. Wir machen also Volksmusik über ältere Volksmusik.

Zurück zur gepimpten Platte. Also, Meta-Volksmusik mit aufgemotzem Musikaufnahme-Gerät aufnehmen macht viele Daten. Und die müssen ja nach hause getragen werden um dort am nicht minder aufgemotzten Multitrack-Mixer-PC abgemischt zu werden. Was läge da näher, als eine aufgepimpte Platte?

Schrotie

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