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Ein Jahr nach der Explosion in Beirut: Die Last des Status quo | Untergrund-Blättle

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Ein Jahr nach der Explosion in Beirut: Die Last des Status quo

Seit Jahren befindet sich der Libanon in einer schier ausweglosen Situation.

Das ursprünglich ausgehandelte Teilhabe-System der führenden Religionen ist am Ende. Der syrische Krieg zwang mehr als eine Million Flüchtlinge in das Land, und das bei einer Einwohnerzahl von gut vier Millionen. Die Hisbollah wurde zur stärksten Kraft im Libanon. So ist der Staat der Hegemoniebestrebungen des Iran und Israels weitgehend schutzlos ausgeliefert. Zu der Krise in der Wirtschaft und im Finanzsektor kam die Armut eines grossen Teils der Bevölkerung hinzu. Die verheerende Explosion vor einem Jahr in Beirut verstärkte die Ausweglosigkeit. Zugesagte ausländische Hilfe, vor allem von Frankreich, haben einen neokolonialen Beigeschmack. Hat sich in dem einen Jahr etwas geändert? „Ein Jahr nach der Explosion im Hafen Beiruts herrsche im Libanon die Dauerkatastrophe. Grenzüberschreitende Solidarität sei gefragt – anstelle einer Hilfe, die weiterhin der Stabilisierung und damit Europas Migra-tionsabwehr diene“ so Medico-International. Über die aktuelle Situation in dem Land sprachen wir mit Till Küster. Er ist Koordinator für Middle East bei Medico International und hat selbst im Libanon gearbeitet. Er schildert uns seine Einschätzung der momentanen Lage.

Autor: Walter Heindl

Radio: LoraMuc Datum: 09.09.2021

Länge: 11:31 min. Bitrate: 128 kbit/s

Auflösung: Mono (44100 kHz)

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