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Ein Jahr Blockade der Seenotrettung: Lifeline, Seawatch3 und die Verantwortung Deutschlands

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Ein Jahr Blockade der Seenotrettung: Lifeline, Seawatch3 und die Verantwortung Deutschlands

Vor genau einem Jahr, am 21. Juni 2018, hat das Rettungsschiff „Lifeline“ vor der libyschen Küste 234 Menschen aus Seenot aufgenommen.

Doch es dauerte fast eine Woche, bis die Geretteten sicher an Land gebracht werden konnten. Dieses Ereignis blieb leider keine warnende Ausnahme, sondern wurde im Gegenteil zu Regel. Auch aktuell warten wieder zwei Schiffe mit insgesamt über 100 Geretteten an Bord auf dem Mittelmeer. Denn Italien verweigert die Aufnahme, Seenotretter*innen werden sogar kriminalisiert, und die anderen EU-Staaten drücken sich weitgehend vor ihrer Verantwortung.

Auf diesen traurigen Jahrestag will die Initiative Seebrücke in Freiburg aufmerksam machen - mit einer Kundgebung am heutigen Freitag, den 21. Juli, ab 16 Uhr auf dem Platz der Alten Synagoge.

Tatsächlich ist das Thema Seenotrettung auch auf kommunaler Ebene in Freiburg angekommen: Freiburg hat sich zum "Sicheren Hafen" erklärt und sich der "Potsdamer Erklärung" vom 3. Juni angeschlossen, mit der die Bundesregierung zur direkten Aufnahme von aus Seenot Geretteten aufgefordert wird.

Über die Geschehnisse auf der Lifeline letztes Jahr, die aktuelle Situation auf dem Mittelmeer und die deutsche und Freiburger Verantwortung sprachen wir mit Georg Albiez von Seebrücke Freiburg, der im Juni 2018 selbst auf der Lifeline war.

Autor Autor: Johanna
Radio Radio: RDL
Datum Datum: 21.06.2019
Länge Länge: 13:43 min.
Bitrate Bitrate: 320 kbit/s
Datum Auflösung: 44100 kHz
Creative Commons Lizenz

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