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Nationale Klimaanpassung anstelle von globalem Klimaschutz?

Spätestens seit dem gescheiterten Klimakipfel in Kopenhagen steckt der aktive Schutz des Klimas in der Krise. Und wir müssen die Frage beantworten: Wollen wir lieber aktiv unser Klima schützen, also die Erwärmung möglichst klein halten – oder wollen wir uns eher an die Klimafolgen anpassen, also beispielsweise höhere Meeresdeiche bauen und Städte und Häuser so bauen, dass wir unter der Erwärmung nicht so sehr leiden? Oder können wir beides tun, aktiv unser Klima schützen und uns gegen die Folgen des Klimawandels anpassen? Zu dieser Frage hat sich jüngst ein wissenschaftlicher Beirat zu Wort gemeldet. Er berät das Bundesfinanzministerium, und meint in seinem Gutachten, dass es für unsere Volkswirtschaft kostengünstiger wäre, auf Klimaanpassung zu setzen (http://www.bundesfinanzministerium.de/nn...) Prof. Marcel Thum ist Wirtschaftswissenschaftler und Mitglied im wissenschaftlichen Beirat. Im Gespräch mit Gesine Leyk von RadioCorax erzählt er, warum der Rat für eine verstärkte nationale Klimaanpassungspolitik plädiert - und warum Deutschland als weltweiter und grosser Emittent von CO2 dennoch nicht mit einer aktiven Klimaschutzpolitik vorangehen sollte. Nach dem gescheiterten Klimagipfel müssen wir tatsächlich umso dringender diskutieren und entscheiden, wie wir erfolgreich unser Klima schützen können und wollen - ob wir uns dabei auf eine nationale Klimaanpassungs-Politik beschränken sollen, wie es der wissenschaftliche Beirat des Bundesfinanzministeriums vorschlägt, erscheint vielen aber dennoch höchst fraglich...

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Autor: TA Gesine Leyk


Radio: corax
Datum: 23.03.2010

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