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Tschernobyl Jahrestag - Interview mit Ursula Sladek

Heute vor 24 Jahren kam es in Tschernobyl zur schwersten Reaktorkatastrophe des Nuklearzeitalters. Eine mangelhafte Konstruktion gekoppelt mit Bedienungsfehlern führten in den frühen Morgenstunden des 26. April 1986 dazu, dass der Reaktorkern nicht mehr kontrolliert werden kann. Uran schmilzt und verdampft das Kühlwasser, eine Dampfexplosion sprengt die über 1000 Tonnenschwere Kuppel des Kraftwerks ab. Eine weitere Explosion schleudert radioaktive Partikel über anderthalb Kilometer in die Luft. Die Katastrophe hatte begonnen. In den folgenden Wochen, Monaten und Jahren nimmt der GAU seinen Lauf. Eine verseuchte Wolke zieht über Europa und bringt den nuklearen Fallout nach Skandinavien, Polen, Tschechien, Österreich, Süddeutschland und Norditalien. Auch der Balkan, Griechenland und die Türkei sind betroffen. Hunderttausende sogenannte Liquidatoren werden für die Aufräumarbeiten in Tschernobyl zwangsverpflichtet. Wie viele von Ihnen in den Folgen der Einsätze starben oder erkrankten ist unklar. Auch in Süddeutschland löste Tschernobyl bei vielen Menschen ein Umdenken aus. Denn die Katastrophe machte klar, dass die Atomkraft nicht beherrschbar ist. Für Ursula Sladek wurde Tschernobyl sogar zu einem Wendepunkt in ihrem Leben. Gemeinsam mit ihrem Mann und anderen Bürgerinnen und Bürgern aus Schönau im Schwarzwald nahm sie Tschernobyl zum Anlass die Elektrizitätswerke Schönau zu gründen, die heute heute bundesweit „Strom aus alternativen Energiequellen“ anbieten. Wir haben mit Ursula Sladek darüber gesprochen,wie sie Tschernobyl erlebt hat.

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Autor: Benedikt Strunz

Radio: RDL Datum: 26.04.2010

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