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´Wenn Ihr wollt, ist es kein Märchen´ (Theodor Herzl: ´Altneuland´) | Untergrund-Blättle

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´Wenn Ihr wollt, ist es kein Märchen´ (Theodor Herzl: ´Altneuland´)

Einleitung: Geschichte und Entwicklung des Zionismus (ca 6 Minuten) Lesung aus Theodor Herzl: ´Altneuland´ Der utopische Roman „Altneuland“ von Theodor Herzl (1860-1904) erschien zuerst 1902 in Leipzig. Er beschreibt in diesem Roman seine Utopie einer jüdischen Gesellschaftsordnung in Palästina. Sechs Jahre vorher ist sein Buch „Der Judenstaat“ erschienen, in dem er sachlich die Entstehung und Entwicklung darstellt. In „Altneuland“ schildert Theodor Herzl wie in einem Märchen seine Vision des „Judenstaates“. Detailliert stellt er darin Rahmenbedingungen – wie Wirtschaft, Infrastruktur und Gesellschaft – der noch utopischen Staatsgründung unterhaltsam und fesselnd dar. Das Mit- und Gegeneinander fundamentalistischer und aufgeklärter Kräfte führt hier in eine moderne, pluralistische und aufgeklärte Gesellschaft. Diese Vision gilt es heute neu zu entdecken ! Theodor Herzl stellt seinen Roman 1902 unter das Motto: „Wenn Ihr wollt, ist es kein Märchen“. Am Schluss des Buches meint er jedoch: „Wenn Ihr aber nicht wollt, so ist es und bleibt es ein Märchen, was ich Euch erzählt habe. Ich gedachte eine Lehrdichtung zu verfassen.“ und weiter: „Durch Feindschaften und Entstellungen hindurch wirst Du Deinen Weg nehmen muessen, wie durch einen finsteren Wald. Wenn Du aber zu freundlichen Leuten kommst, so gruesse sie von deinem Herrn Vater. Er meint: das Träumen sei immerhin auch eine Ausfüllung der Zeit, die wir auf der Erde verbringen. Traum ist von Tat nicht so verschieden, wie mancher glaubt. Alles Tun der Menschen war vorher Traum und wird später zum Traume.“

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Autor: Spuren


Radio: frs
Datum: 09.04.2011

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