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Euromayday: wie gehts weiter?

Haben Sie eigentlich einen festen Job mit Rentenversicherung und Sozialversicherung? Und können krank sein und werden trotzdem bezahlt? Und am Ende ist Ihr Vertrag auch noch unbefristet? - Oder ist es eher so, dass Sie sich von einem ‚Projekt‘ zum nächsten hangeln, oder irgendwo putzen und kein Geld kriegen, wenn Sie ne Lungenentzündung haben und im Bett liegen müssen? Oder Sie haben einen Studienabschluss, aber keinen Job und machen stattdessen ein unbezahltes Praktikum nach dem nächsten? Oder aber Sie studieren, aber fragen sich auch ein bisschen, mit welcher Perspektive? Können Sie sich damit identifizieren? Wenn ja, dann: herzlich willkommen im Prekariat. Um genau das geht es nämlich jetzt. Die Frage ist dabei: Wo und wie kann man eigentlich für die Rechte von prekär Beschäftigten kämpfen? Und ist das eigentlich erfolgversprechend? Eine Initiative, die es sich zum Ziel gemacht hat, das Prekariat zu mobilisieren und aktivieren, ist der sogenannte Euromayday. Vor zehn Jahren, 2001, hat der zum ersten Mal stattgefunden, in Mailand. Seitdem wuchs er stetig und fand in den folgenden Jahren in verschiedenen europäischen Städten statt. Von 2006 bis 2009 gab es ihn auch in Berlin. Seit zwei Jahren aber pausiert das Euromaydaybündnis in Berlin. Über die Gründe dafür, über Fragen nach der Organisierbarkeit von Prekären und wie die Perspektiven des Euromaydays so aussehen, wir sprachen nun mit Phillip Stein von der Gruppe FelS. FelS war Teil des Maydaybündnisses Berlin.

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Autor: tagesaktuellen Redaktion


Radio: corax
Datum: 27.04.2011

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