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Ein Blitzkrieg Frankreichs für die Sicherheit des Westens in der Sahel-Zone

Anfang Januar gibt Präsident Hollande den Befehl zur „Operation Serval“. Mit ein paar tausend Soldaten, mit gnadenlos überlegener Feuerkraft und mit der Fähigkeit, den Krieg gegenüber einem in dieser Hinsicht wehrlosen Feind aus der Luft zu führen, erobert Frankreich in weniger als zwei Wochen südliche Gebiete von den Aufständischen zurück, zerschlägt die Koalition zwischen Tuareg und Islamisten, verfolgt die fliehenden Rebellen noch auf ihrem Rückzug in die Wüste und tötet viele von ihnen. Der französische Aussenminister begründet die Notwendigkeit des französischen Eingreifens in Mali so: „Die Angriffe der Terroristen, die einen Teil des Landes erobert haben, haben den malischen Staat tiefgreifend destabilisiert, seine Souveränität in inakzeptabler Weise beeinträchtigt und fast 2500 Kilometer vom französischen Staatsgebiet entfernt zur Entstehung eines Schutzraums für Terroristen geführt.“ Auffällig ist, wie weitgreifend er hier die Sicherheitsbedürfnisse Frankreichs und Europas bestimmt: Immerhin 2.500 km von Frankreich entfernt zerfällt ein Staat in Nordafrika und daraus zieht er ganz selbstverständlich den Schluss, dass es sich hierbei um eine Bedrohungslage für ganz Europa handelt, die mit einem Krieg beantwortet werden muss.Seit den New Yorker Anschlägen von 2001 nimmt der Westen die nichtstaatliche Kampfgemeinschaft des gläubigen islamistischen Antiimperialismus als Herausforderung seiner Weltordnung ernst. Ihre Vernichtung war diversen Koalitionen williger Nato-Staaten und anderer eine ganze Reihe von offiziellen und inoffiziellen Kriegen wert: Man jagt ihre Führer und Aktivisten, wo man sie. In Mali hatten die Dschihadisten einen zerfallenden Staat für sich zu nutzen gewusst und einen Aufstand der Tuareg für sich funktionalisiert. Und sie schufen sich im staatsfreien Raum ein Rückzugsgebiet, in das sie sich in Sicherheit bringen und aus dem heraus sie von neuem operieren können. Das darf nicht sein, sie dürfen nirgendwo in Ruhe gelassen werden.

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Autor: GegenStandpunkt

Radio: frs Datum: 05.03.2013

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