UB-Logo Online Magazin
Untergrund-Blättle

Sexismus und Nazi-Ästhetik im Museum der Bildenden Künste in Leipzig | Untergrund-Blättle

513528

audio

ub_audio

Sexismus und Nazi-Ästhetik im Museum der Bildenden Künste in Leipzig

In Leipzig im Museum der Bildenden Künste wird gerade die Ausstellung ’Die Schöne und das Biest’ gezeigt. Das Thema der Ausstellung könnte man als ’Frauenakte und Tiere’ bezeichnen. Denn genau das zeigen die Bilder. Nackte, dem gängigen Schönheitsideal entsprechende Frauen stehen neben oder liegen auf Tieren. Die Ausstellung ist in Leipzig auf Kritik gestossen. Einige BesucherInnen sehen darin offenkundigen Sexismus. Gar Vergewaltigungsakte sollen unkontextualisiert in der Ausstellung verherrlicht werden. So die Kritik des feministischen AutorInnenkollektivs von outside the box. In einem Artikel auf outside.blogsport.de fordern die AutorInnen die Schliessung der Ausstellung. Denn problematisch seien nicht nur die sexualisierten Bilder. Einer der ausgestellten Maler ist Richard Müller, ein ehemaliges Mitglied der NSDAP. Er war In­itia­tor der Dres­dner Vor­gän­ger­aus­stel­lung zur Ak­ti­on „Ent­ar­te­te Kunst“ von 1933. Seine Frauenfeindlichen Bilder werden in der Ausstellung ’Die Schöne und das Biest’ unkommentiert neben zeitgenössischen Pop-Art-Bildern gezeigt. Das Thema ist bei allen gleich - Frauenakte und Tiere. Bei der Ausstellungseröffnung kam es dann zu einer Störaktion von AktivistInnen. Das Museum hat sich auf die geäusserte Kritik nicht einlassen wollen und ist hart gegen die Protestierenden vorgegangen. Was da genau vorgefallen ist und was an der Ausstellung als problematisch angesehen wird, das haben wir Marie von outside the box gefragt. Zunächst erzählt sie uns, was genau auf den Bildern der Ausstellung zu sehen ist. Eine kritische Reflexion zur Ausstellung auf: outside.blogsport.de

Creative Commons Logo

Autor: Tagesaktuelle Redaktion


Radio: corax
Datum: 24.10.2013

Diesen Artikel...

Kommentare zu diesem Artikel

es gibt noch keinen Beitrag zu diesem Text

Schreibe einen Kommentar...

Captcha

Mehr zum Thema...

Marc Chagall im Jahr 1941.
Die Ausstellung im Zürcher KunsthausWarum Chagall kein Abstrakter wurde

19.02.2013

- Chagalls frühe Meisterschaft, errungen in Paris 1911-1914, kollidierte bald darauf mit der Kunstdoktrin der russischen Revolution.

mehr...
Jacques Rancière im Kulturzentrum von Rosario, Argentinien, Oktober, 2012.
Der kritische Geist des MarxismusJacques Rancière: Der emanzipierte Zuschauer

01.02.2016

- Jacques Rancière rückt in einer neuen Arbeit seine Bildtheorie in ein Verhältnis zum Zuschauer, setzt sich mit anderen linken und weniger originellen Theorien und Kunstproduktionen seiner Generation auseinander und untersucht die Paradoxien politischer Kunst bis heute.

mehr...
August Brill
Rezension zum Buch von Pierre BourdieuDie Liebe zur Kunst: Europäische Kunstmuseen und ihre Besucher

16.12.2015

- Was suchen die Besucher in den modernen Kunstmuseen? Wie kommt die Präsentation der Werke dem Betrachter entgegen, wo verhindert oder maskiert sie?

mehr...
Netzkünstlerinnen im Museum

26.01.2018 - Unter dem Titel ’Virtual Normality - Netzkünstlerinnen 2.0’ eröffnete in der vergangenen Woche eine Ausstellung im Museum der bildenden ...

Ausstellung ’Point of no return’ zur (vergessenen) DDR-Kunst im Museum der bildenden Künste in Leipzig - [...]

12.08.2019 - Wir haben mit Alfred Weidinger, dem Direktor des Museums der bildenden Künste in Leipzig über die aktuelle Ausstellung ’Point of no Return’ ...

Aktueller Termin in Frankfurt am Main

Bauen für Kultur, Arbeiten und Wohnen

Frankfurts Stadtbild im Wandel. Vortrag von Dr. Markus Häfner, Frankfurt am Main.

Montag, 17. Februar 2020 - 18:00

Karmeliterkloster, Münzgasse 9, Frankfurt am Main

Event in Lausanne

Chorale anarchiste

Montag, 17. Februar 2020
- 19:00 -

Espace Autogéré


Lausanne

Trap
Untergrund-Blättle
Untergrund-Blättle