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Ulrich Heyden zur Berichterstattung über Russland | Untergrund-Blättle

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Ulrich Heyden zur Berichterstattung über Russland

Der Journalist Ulrich Heyden arbeitet in Moskau und schreibt unter anderem für den Freitag, Telepolis, die Wochenzeitung (Zürich) und Neues Deutschland.

Anfang des Jahres arbeitete er noch für mehr Lokalzeitungen, unter anderem auch für die Sächsische Zeitung. Im Telefoninterview nach Moskau sprechen wir mit ihm darüber, was die Zeitungen von den Korrespondenten wollen und was die Leser lesen wollen, was dabei zu kurz kommt und wie die Arbeitsbedingungen von Auslandskorrespondenten sind. Im Jahr 2014 hat der Ukrainekonflikt die Berichterstattung zu Russland überlagert und wurde selbst als Medienkrieg ausgetragen. Werden Fakten, Ursache und Wirkung richtig dargestellt? Für viele Menschen haben die grossen Medien an Glaubwürdigkeit verloren, was man auch bei den PEGIDA-Mitläufern sehen kann. Die Frage, ob diese Abkehr von den Leitmedien an der Berichterstattung dieser, an der Ungeheuerlichkeit der Ereignisse, an Angst der Menschen vor Kriegen oder an den Entwicklungen, die viele nicht verstehen, geschuldet ist, konnte im Interview nicht geklärt werden. Das Dresdner Phänomen PEGIDA wurde im Interview auch besprochen und mit Moskau verglichen.
Ulrich Heyden plädiert dafür, dass mehr über die Lebensverhältnisse in Russland berichtet werden müsste um das Land besser zu verstehen. Es müsse die Sprachlosigkeit zwischen Deutschland und Russland überwunden werden. Zum Ukrainekonflikt sagte er: "Die Russische Elite sieht sich heute in einer Kette von Regierungsstürzen, angefangen von Gaddafi, Hussein, Syrien und danach kommt dann Moskau." (ab min 18:30)

Autor: AL

Radio: coloradio Datum: 19.12.2014

Länge: 44:01 min. Bitrate: 114 kbit/s

Auflösung: Stereo (44100 kHz)

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