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Ölverschmutzung im Nigerdelta - der Shell-Konzern kauft sich aus der Verantwortung

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Ölverschmutzung im Nigerdelta - der Shell-Konzern kauft sich aus der Verantwortung

Für den afrikanischen Staat Nigeria ist die Ölförderung die wichtigste Haupteinnahmequelle. In diesem Zusammenhang spielt das Niger-Delta eine wesentliche Rolle, denn dort wird seit mehr als 50 Jahren Öl gefördert.

Das hat über die Jahre schwerwiegende Umweltschäden verursacht, womit das Niger-Delta 2013 vom Blacksmith Institut zu einem der zehn am stärksten verseuchten Gebiete der Welt nominiert wurde. Die Ölpest hat unmittelbare Auswirkungen auf das Leben und die Gesundheit der im Niger-Delta lebenden Menschen. Wichtige Lebensgrundlagen der Bevölkerung wie landwirtschaftliche Flächen und für die Fischerei genutzte Gewässer sind zerstört. Doch an dem Öl verdient die Bevölkerung nicht. Vielmehr sind es große Konzerne - wie Shell, Chevron oder Total -, die teils mit dem nigerianischen Staat in Joint Ventures agieren und die Region ausbeuten. Ein drei Jahre dauernder Rechtsstreit zwischen den Fischern eines Dorfes im Ogoniland und dem Shell-Konzern ist nun mit einem Vergleich zu Ende gegangen. Shell soll den Klägern 70 Millionen Euro Schadensersatz zahlen. Ob dies ausreicht, darüber haben wir uns mit Ulrich Delius von der Gesellschaft für bedrohte Völker unterhalten. Zunächst fragten wir ihn nach dem gegenwärtigen Stand der Ölförderung im Niger-Delta.

Radio Radio: corax
Datum Datum: 08.01.2015
Länge Länge: 11:56 min.
Bitrate Bitrate: 320 kbit/s
Datum Auflösung: 44100 kHz
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