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Himmel und Hölle | Untergrund-Blättle

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Prosa Himmel und Hölle

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Immer wenn das kalte Wetter kommt oder mit anderen Worten in der Mitte des Herbstes, steht mir der Kopf nach verrückten Ideen, so von der ekszentrischen und ekszotischen Art, wie z. B. dass ich mich in eine Schwalbe verwandeln möchte, um ein Vorteil zu erwischen und in Länder zu fliegen, wo's warm ist.

Ivar Leidus
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Bild: Ivar Leidus (CC BY-SA 3.0)

7. Dezember 1997

7. Dez. 1997

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Oder Ameise sein und hübsch tief reinkriechen in eine Höhle und die im Sommer gehorteten Lebensmittel essen, oder eine Viper sein wie die im Zoologischen Garten, die sie hübsch in einem Glaskäfig stecken haben mit Heizung drin, damit sie nicht steif wern vor Kälte, denn das ist es nämlich, was mit den armen Menschen geschieht, die sich keine Kleidung nicht kaufen könn, so teuer wie die ist.

Oder sich nicht wärmen können, weil's an Heizöl fehlt, an Kohle fehlt, an Brennholz fehlt, an Petroleum fehlt und auch an Penunse, denn wenn Einer Moneten hat, dann kann er in irgendeine Stampe gehn und sich einen guten Schnaps bestellen, na da merkt man doch gleich, wie das wärmt, obschon zuviel des Guten nicht gut ist, denn Missbrauch ist aller Laster Anfang, und vom Laster kommt die Degeneration sowohl des Leibes wie der moralischen Leiden eines Jeden, und wenn Eines herunterkommt auf die abschüssige Bahn mangels guten Benehmens in jedem Sinne, dann kann keiner und nichts ihn davor bewahren, dass er im schrecklichen Mülleimer menschlicher Geringschätzung endet und es gibt ihm keiner auch nicht nur keine Hand, um ihn aus dem unreinen Schlamm zu zieh'n, in welchem er sich wälzt, nicht anders als wär er ein Kondor, der, als er jung war, zu eilen und fliegen verstand um die hohen Bergesgipfel, im Alter aber abstürzt wie'n Bomber im Sturzflug, dem der moralische Motor versagt hat.

Und hoffentlich dient das, was ich schreib Jemandem, dass er sein Verhalten überprüfe, und er nicht bereut, wenn es schon zu spät ist und alles im Eimer wegen seiner Schuld!

Cesar Bruto - Was ich gerne sein möchte, wenn ich nicht das wäre, was ich bin.

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