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Zur Situation der Arbeiter in Charlotte Continental General Tire - bis auf weiteres bestreikt...

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Seit einem Jahr streiken 1450 ArbeiterInnen der Continental General Tire in Charlotte (USA). Innert 10 Jahre wird das 1988 beinahe bankrotte Unternehmen auf Kosten der Belegschaft saniert. 1995 stimmt die lokale Gewerkschaftsführung sogar einem 3-jährigen Lohnstopp zu.

Continental Reifenladen in Istanbul.
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Bild: Continental Reifenladen in Istanbul. / Reise Reise (CC BY-SA 3.0 cropped)

14. Dezember 1999

14. 12. 1999

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Am 16. September 1998 verlangten die KapitalistInnen weitere Lohnsenkungen. Darauf tritt die Belegschaft geschlossen in den Streik. Seither führen sie einen erbitterten und militanten Kampf gegen die Bosse, gegen 700 Streikbrecher und den eigens zur Bewachung der Streikposten angestellten Sicherheitsfirma "Vance Security".

Solidarität erhalten die Streikenden von drei weiteren amerikanischen Conti-Belegschaften. Auf grosses Echo stiess der 2-stündige Solidaritätsstreik südafrikanischer Conti-ArbeiterInnen und im australischen Sidney die Besetzung des Konsulats der BRD, wo sich der Hauptsitz der Continental befindet.

Mit Hilfe des Sicherheitspersonals von Vance Security werden bei Conti die Streikbrecher Tag für Tag zur Arbeit geschleust. Die Streikposten werden von Wächtern mit Videokameras gefilmt und unter Androhung von Gewalt vom Firmengelände ferngehalten.

Vance Security ist dafür bekannt, aus dem Knast entlassen einzustellen. Diese fungieren im Fall von Conti nicht zum ersten Mal als Werkschutz während eines Streikes, werben sie doch gerade mit solchen Einsätzen auf ihrer website.

In Detroit wurden streikende ArbeiterInnen der Detroit News and Free Press vom Vance-Sicherheitspersonal eingekesselt und so stark verprügelt, dass mehrere Verletzte und ein langzeitgeschädigter Arbeiter zurückblieben. Ähnliches gibt es von den übrigen Sicherheitsunternehmen zu berichten.

Bei Caterpillar, Bridgestone-Firestone, McDonald Douglas etc. wurden Streikende ebenfalls von als Werkschutz fungierendem Wachpersonal brutal angegriffen.

Fiat bis auf weiteres besetz... In Buenos Aires schliesst die argentinische Fiat, Die DIASA, die gesamte Fabrik und entlässt 1500 ArbeiterInnen. Die Belegschaft hat den Kampf um ihre Wiedereinstellung organisiert.

Dieser Kampf richtet sich auch gegen die Gewerkschaftsführung, deren Interesse sich im Moment ausschliesslich auf die anstehende Präsidentschaftswahlen konzentriert. Zusammen mit ihren Familien und ArbeiterInnen anderer nahegelegener Betriebe haben sie die Fabrik in Buenos Aires besetzt und fordern ihre sofortige Wiedereinstellung. Die Streikleitung ruft zur internationalen Solidarität auf.
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