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Die Wahrheit über den Pomona Vorfall | Untergrund-Blättle

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Gerechtigkeit für Mark Barnsley Die Wahrheit über den Pomona Vorfall

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Am Nachmittag des 8. Juni 1994 ging Mark Barnsley, ein 33 jähriger Schriftsteller und Vater von 3 Kindern, gemeinsam mit seiner jüngsten Tochter und einer Familienfreundin namens Jene Leathborough aus, und wanderte geradewegs in einen Alptraum, welcher bis zum heutigen Tage andauert.

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Bild: endamac / cc-pd

17. September 1999

17. 09. 1999

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Da es ein warmer, sonniger Tag war, beschlossen Mark und Jene auf einen Drink ins öffentliche Lokal The Pomona zu gehen und im Biergarten zu sitzen.

Leider wurden sie nach kurzer Zeit von einer grösseren Anzahl betrunkener Studentlnnen, ungefähr 15 an der Zahl, heimgesucht. Wahrend Mark im Inneren des Cafés war um Getränke zu holen, begannen die Studentlnnen damit, jene zu beschimpfen, die zu dieser Zeit alleine mit dem Baby an einem Tisch sass.

Als Mark zurückkam beschlossen er und Jene nach kurzer Zeit zu gehen, um weitere Unannehmlichkeiten zu vermeiden.

Leider mussten sie an den betrunkenen Studentlnnen vorbei um den Biergarten verlassen zu können. Deren Benehmen wurde von Minute zu Minute schlechter. Als Mark und Jene passierten, und Mark den Kinderwagen vor sich herschob, fingen die Studentlnnen an Beschimpfungen von sich zu lassen.

Als Mark ihr Benehmen kritisierte wurden sie noch aggressiver, fluchten und schrieen ihn an. Einer von ihnen begann Mark gegen die Brust zu stossen, und ein anderer, Paul Shepherd, ergriff Marks Arm und stand auf, wie auch etliche andere unter ihnen.

Davon ausgehend, dass er angegriffen werde riss Mark sich los um einfach nur fortzukommen, wahrend Sheperd Mark mehrmals gestossen hat. In etwa zur gleichen Zeit fingen die anderen Studentlnnen an ihn zu attackieren, und Mark wurde von hinten eine Flasche oder ein dickes Glas über den Schädel gehauen.

In dem Moment zog einer der Studentlnnen ein Messer, liess es dann aber zu Boden fallen. Mark, der immer noch brutal getreten und gestossen wurde, erschrak angesichts der Studentlnnen die sich nach dem Messer am Boden bückten.

Um sich selbst vor einem Messerstich zu verteidigen ring Mark mit den Studentlnnen um das Messer, und konnte es schlussendlich aus jemandes Hand an sich nehmen.

Während des Kampfes wurde Mark, der bereits schwer an einer Kopfverletzung blutete, vom Messer geschnitten. Als er das Messer dann an sich genommen hatte, versuchte Mark erneut der Situation zu entfliehen, aber die betrunkenen Studentlnnen fuhren fort ihn gnadenlos zu attackieren und Kopf und Körper wiederholt zu stossen und zu treten, und ihm dabei wesentliche Verletzungen beizufügen. Mark wurde zu Boden geschmissen, und sogar dann fuhren die Studentlnnen fort auf ihn einzutreten.

Mark umklammerte das Messer fest mit seiner Hand, um ja zu vermeiden, dass die Verrückten ihn damit angreifen und zu Tode stechen konnten. Zu keiner Zeit verübte er anderen gewollt Verletzungen zu, nicht einmal aus legitimer Selbstverteidigung. Unter einer brutalen und schwerwiegenden Attacke versuchte Mark der Gewalt zu entfliehen, wobei er etwa 140 Meter weit gejagt wurde, bevor die Studentlnnen ihn erneut zu Boden brachten.

Nachdem er einige weitere Male geschlagen worden war, sagte einer der Studentlnnen, dass er Mark gehen lassen würde, wenn dieser das Messer loslassen würde, was er dann auch tat.

Im Laufe des Angriffs auf Mark wurden 5 Studentlnnen verwundet, und unzweifelbar wurden einige der Verletzungen durch das Messer verursacht, welches einer der Studentlnnen gezogen hatte, und welches Mark an sich hatte reissen müssen, um nicht von den Studentlnnen damit gestochen zu werden. Im Nachhinein war Mark Barnsley die einzige Person, die verhaftet und belastet wurde.

Die obige Darstellung wurde von jedem/jeder einzelnen, unabhängigen Zeugen/Zeugin der Anklage bestätigt, und jedes Detail davon wurde von mindestens zwei der Zeuglnnen der Studentlnnen bestätigt.

Sie wird sogar von der forensischen Beweislage unterstützt. Nach einem dreiwöchigen Verfahren, geprägt von juristischen Vorurteilen, Lügen, dreistem Meineid, Zurückhalten und falschem Erstellen von Beweisen, und allen schmutzigen Tricks, zu welchen Polizei und Justiz nur fähig sind wurde Mark Barnsley in 3 der 5 Anklagepunkten freigesprochen, wahrend er in 2 Punkten als schuldig empfunden wurde, und ausserdem noch 3 kleinerer alternativen Vergehen, deren er eigentlich gar nicht angeklagt gewesen war. - Unglaublich, Mark erhielt eine Gefängnisstrafe von 12 Jahren!

Der Fall der Anklage

Kurz resümiert, der Fall der Anklage war, dass Mark Barnsley, ein Mann mit absolut keiner gewalttätigen oder aggressiven Vergangenheit, und auch keinerlei psychischen Problemen, es mit einer Gang von ungefähr 15 Leuten aufnahm, wobei einige davon grösser als er selber waren, und alle jünger und fitter.

Laut Anklage war das Motiv für diesen Angriff und dafür, dass Mark gezielt mit dem Messer 5 Personen verwundete, die er davor noch nie gesehen hatte, dass er eine Bemerkung über Janes Sonnenbrille kritisiert hatte. Diese war wahrend seiner Abwesenheit gemacht worden, und zwar von einem Studenten (der nicht verwundet wurde). Im Detail sieht der Fall der Anklage wie folgt aus. Alle Zitate entstammen den Zeuglnnen der Anklage:

Bild: Mount Eden Prisons. / Ingolfson (PD)

1 - Die Studentlnnen waren nicht betrunken. "Ich hatte 3 Youngster No.3 bitter Pints und 2 Brandies mit Limonade im Inneren des Pubs, und ein No.3 Pint und einen weiteren Brendy draussen"- Paul Shepherd, Kläger Nummer 1 (1 Pint sind in etwa 0,56 Liter - Anm. des Übersetzers). "Ich hatte in etwa 6 Youngster No.3 bitter Pints getrunken" - Darren Thursfield. Kläger Nummer 2.
"Insgesamt werde ich wohl so 6 Lager Pints getrunken haben" - Mark Thomas, Kläger Nummer 3.

2 - Mark war der Angreifer, welcher sein Temperament verloren hat: "Ich muss zugeben, dass ich durchgedreht bin" - Paul Shepherd. "Er (Mark Barnsley) sagte ihnen, dass sie nicht so grob sein sollten, da sie doch nur da rumsitzen wurden.

Eine der Frauen stand auf und fing an ihn herumzuschubsen, und sagte ihm er solle verschwinden. Er antwortete zur Frau: "Lass mich in Ruhe". Einer der Männer riet ihm sich zu "verpissen" - Clare Corre, Zeugin der Studentlnnen Anklage.

3 - Mark hat ein Messer gezogen."Ich habe überhaupt kein Messer gesehen" - Paul Shepherd. "Ich habe kein Messer gesehen" - Darren Thursfield. "Wahrend des Vorfalls habe ich weder eine messerähnliche Waffe noch dergleichen gesehen" - Mark Thomas.

4 - Mark hat die Studentlnnen angegriffen:"Ich sah eine Menge von Männern und Frauen, die zu kämpfen schienen. Ich sah einige einen einzelnen Mann angreifen. Der Mann fiel zu Boden... Als er wegrannte verfolgte ihn ein anderer schreiend, der wohl Student gewesen zu sein scheint. Zu diesem Zeitpunkt trug dieser ein Glas mit sich herum" - Simon Woods, Zeuge der Anklage.

"Ich fing an zu schlagen. Ich schätze ich habe ihn einige Male getroffen" - Paul Shepherd.
"Sie schlugen den Typen, ich sagte "das ist nicht fair"... Blut floss sein Gesicht herunter" - Michael Naylor, Zeuge der Anklage. "Herr Mark Barnsley erlitt Verletzungen an Kopf, Gesicht, Brust, rechter Hand, und rechtem Knie, wahrend des Vorfalls vom 8. Juni 1994" - Alan Crosby, medizinischer Bericht der Anklage.

5 - Die von den Studentinnen erlittenen Wunden wurden mit Absicht zugefügt.
"Ich habe keine Ahnung zu welchem Zeitpunkt ich meine Wunden erlitt"- Paul Shepherd.
"Ich habe nicht gesehen, dass der Mann etwas mit dem Messer getan hat... Ich habe nicht die leiseste Ahnung wie die Wunden passiert sind" - Andrew Simpson, Kläger Nummer 5.
"Es war für mich ersichtlich, dass er am Messer festhielt, aber ich habe nicht beobachtet oder gehört, dass er jemanden damit bedroht hat" - Michael Naylo, Zeuge der Anklage.

Der Fall der Anklage ist einfach nur lächerlich, und es sollte für jeder mensch, der/die sich etwas daraus macht, die wahren Tatsachen über Mark Barnsleys Fall herauszufinden, klar sein, dass er das Opfer eines schrecklichen Fehlurteil ist. Mark befindet sich derzeit in seinem fünften Jahr Gefängnishaft.

Die Polizei, die königliche Staatsanwaltschaft (CPS) und die Justiz benötigen keine Entschuldigung um arbeitende Menschen einzuschliessen. Sie tun es tagein tagaus. In Marks Fall hatten sie dennoch einen extra Ansporn, da er ein lebenslanger politischer Aktivist ist. So hat er zum Beispiel die Sheffield Prisoners Support Group (eine Unterstutzüngsgruppe für politische Häftlinge) gegründet.

Er ist bereits in der Vergangenheit mehrmals vom britischen Staat misshandelt worden, und findet seit Jahren grosse Beachtung beim Geheimdienst MI 5 und diversen Spezialabteilungen der Polizei.

Die Polizei hat bereits davor versucht ihn festzunageln, und zwar mittels fehlerhaften Verhaftungen und üblen Anklagen. Diese Aktion war von genau den Beamtlnnen jener Polizeiwache ausgegangen, die sich auch mit dem Pomona Vorfall befassten. - Hier eine weitere Übereinstimmung - Der diensthabende Offizier dieser Polizeistation im Jahre 1994 war früher ein Detektiv Inspector der Spezialabteilung des Geheimdienstes, und hatte Mark bereits 1980 in Dover wegen eines politischen Vergehens persönlich verhaftet.

Das Festsetzen von Mark Barnsley ist absolut politisch motiviert. Der britische Staat benutzte den Pomona Vorfall lediglich als passender Weg um einen politischen Gegner auszuschalten, der seit mehreren Jahren ein Dorn in ihrer Seite gewesen ist. "Ich habe nun fast 5 Jahre hinter Gittern verbracht, alles in hohen oder maximalen Sicherheitsgefängnissen, mein Leben wurde zerstört, und werde weiterhin dafür bestraft, dass ich für meine Unschuld protestiere.

Und dies alles nur, weil ich nicht bereit war mich von einem Haufen von Mittelklasse Strolchen umbringen zu lassen" - Mark Barnsley.

JUSTICE FOR MARK BARNSLEY

Leeds Support Group, c/a The Cardigan Centre, 145-149 Cardigan Road, Lees LS6 1LJ, England (e-mail: snideOglobalnet.co.uk. -Telefon: +0113-2637898) London Support Group, PO BOX 467, London, E8 30X, England.




10 FAKTEN ÜBER DEN POMONA VORFALL



1) Mark Barnsley war zum Zeitpunkt des Angriffs auf ihn nüchtern. Die Studentlnnen ihrerseits waren nicht nur betrunken, sondern einige unter ihnen hatten auch illegale Drogen zu sich genommen.

2) Mark war in der Unterzahl gegen seine Gegnerinnen, und zwar 15:1.

3) Einer der Studentlnnen, "Big" Simpson, der über 1 Meter 80 gross ist und der "Ich würde dich gerne ficken Baby" gesagt hat, hat bereits eine Verurteilung wegen obszönen Telefonanrufen.

4) Obschon mehr als 60 Zeuglnnen am Ort des Geschehens waren, hat keineR von ihnen bezeugt, Mark gesehen zu haben, wie er jemanden niederstach.

5) Die erste Person, welche mit einer Waffe (Flasche oder schweres Glas) verletzt wurde, war Mark, der von hinten über den Schädel gehauen wurde. Er war auch der erste, der mit dem Messer geschnitten wurde.6) Während des Angriffs auf ihn, hat Mark eine bedeutende Anzahl von schwerwiegenden Verletzungen erlitten, inklusive eine 3 cm lange Kopfwunde, die durch in Messer oder ein schweres Glas verursacht wurde. Mark erlitt ausserdem eine 3 cm lange Schnittwunde über dem linken Auge, muss auch von einer Waffe herrühren, sowie eine gebrochene Nase, eingeschlagenen oder abgebrochene Zähne, eine Messerwunde an der Hand, eine oder mehrere gebrochene Rippen. Er hat sozusagen Verletzungen am ganzen Körper.

7) Entgegen schlecht informierten Berichten in der lokalen Presse, verfolgte Paul Shepherd, der den Angriff führte, Mark nicht um eine Verhaftung (citizen arrest) vorzunehmen. Shepherd hat diese Idee selber verabschiedet indem er bewies, dass er nicht wüsste wie er das tun sollte. Er fuhr fort: "Ich habe keine Ahnung wieso ich ihn jagte, entweder aus Frustration oder des Amusement wegen, ich bin ihm einfach nur nachgerannt".

8) Wenigstens 5 der 8 Hauptzeuglnnen der Anklage haben eindeutig Fehlaussagen gemacht, als sie Bericht erstatteten. Dies wurde vom Richter festgestellt, aber von der Jury ferngehalten (eben die Tatsache, dass sie unter Drogen standen), und es wurde über den legalen Weg nichts gegen sie unternommen.

9) Wie bei der Rechtsbeugung hielt die Staatsanwaltschaft viele wichtige Beweislagen zurück, oder unterdrückte sie einfach. Sie tut dies bis zum heutigen Tage.

10) Die Vergehen, wegen denen Mark 12 Jahre sitzen muss sind folgende: einen 3 cm Schnitt im Magen eines/einer der Studentlnnen, welche nur 2 cm tief war. Eine 1 cm oberflächliche Schnittwunde am Ellbogen (wobei dies keine Messerwunde sein kann). Und 2 Brustwunden (3 cm tief) bei einem/einer anderen Studenten/Studentin, der/die auch 2 Schnitte am Unterarm (von 18 cm Lange) erlitt. Nur 3 Monate nachdem Mark verurteilt worden war, erhielten drei Mittelklasse StudentInnen "ihre Abschlussprüfung gefeiert".
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