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Pressecommuniqué zum UBS-Farbanschlag | Untergrund-Blättle

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Erklärung Pressecommuniqué zum UBS-Farbanschlag

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In der Nacht vom 13./14. April 1998 haben wir die Fusion der Bankgesellschaft mit dem Bankverein zur neuen UBS auf unsere Art gefeiert, indem wir den Hauptsitz der alten UBS an der Zürcher Bahnhofstrasse kräftig mit Farbe eingedeckt haben und mittels Feuerwerksraketen an die Fenster anklopften.

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Bild: twicepix (CC BY-SA 2.0 cropped)

14. Juni 1998

14. 06. 1998

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Vorher haben wir den Wohnsitz folgender Leitfiguren der zukünftigen Grossbank mittels Spray markiert. Marcel L. Ospel, Mathis Cabiallavetta, Alberto Togni und Stephan Haeringer. (Details siehe unten).


Die Banken sind über ihre Verflechtung mit der grossen Industrie und als Kreditgeber der kleinen und mittleren Betriebe Motoren von Restrukturierungen, Arbeitsplatzvernichtung und verschärfter Ausbeutung. Mit ihrer Fusion wenden sie diese Prinzipien auf sich selbst an.


Die reaktionären Hetzer und Trampeltiere à la Holzach, Senn und Studer werden durch stromlinienförmige "moderne" Manager abgelöst. Diese grauen Herren, die meisten vom Bankverein, sind uns deswegen nicht sympathischer: Ihnen verdanken wir einen der dreckigsten Angriffe auf die Interessen der Lohnabhängigen.


Sie arbeiten lebenslänglich an der "Revitalisierung" des todkranken kapitalistischen Systems, das die Mehrheit der Menschen im Elend hält.

Die grauen Herren lächeln freundlich und reden uns ein, im Interesse von uns allen zu handeln. Sie leben besser als Du und ich, aber doch nicht in protzigen Häusern. Sie fahren keine Rolls-Royce. Im Lifestyle tragen sie nicht dick auf, sondern in dem, was sie uns an Stellenabbau und Entlassungen auftischen.

13 Tausend Arbeitsplätze kostet die Fusion, davon 7 Tausend in der Schweiz. Die 550 Bankfilialen sollen auf 300-400 zusammenschrumpfen, damit die Eigenkapitalrendite auf 15-18% steige und die Aktionäre jedes Jahr mehrere Milliarden abkassieren.

Die grauen Herren sitzen auch in anderen Firmen, z.B. Cabiallaveta im VR der Sulzer, die Fabriken in Winterthur und Rüti zumacht, Togni bei Swiss Steel und Unilever, Haeringer bei Robert Bosch, und ein weiteres vollamtliches VR-Mitglied der neuen UBS, Alex Krauer, besitzt Novartis-Aktien im Wert von 800 Millionen!

Gegen das Grau dieser Herren ist ein bisschen roter Farbanstrich natürlich nur ein symbolischer Akt, damit sie und ihre Nachbarn wieder mal dran denken, dass es nicht die Sachzwänge sind, die restrukturieren, sondern Personen mit Namen und Adressen, Täter, die ihre grauen Zellen in den grauen Anzügen ein Leben lang dafür einsetzten, die Lohnabhängigen zu verarschen und ein System zu "revitalisieren", an dem die Mehrheit der Menschen leidet, krank wird, elend zu Grunde geht oder in Kriegen gefoltert, vergewaltigt, getötet wird.

Unsere Aktion ist ein kleiner Beitrag zu den vielfältigen Widerstandsformen, die möglich sind, ein kraftvoller 1. Mai ist eine andere!



1. Den Architekten der Fusion und Präsidenten der zukünftigen Konzernleitung: Marcel L. Ospel





2. den Arbeitsplatzvernichter und Präsident des VR der neuen UBS:

Mathis Cabiallavetta





3. den stahlharten Restrukturierer und zukünftigen vollamtlichen R-Vizepräsidenten: Alberto Togni





4. den Leiter des Unternehmensbereiches Privat- und Firmenkunden

(und damit Henker an der Kreditschlinge)

Stephan Haeringer




 

Das Kapital ist angreifbar!

Für eine revolutionäre Perspektive!

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