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Profit wichtiger als Menschenleben Basel: Breiter Widerstand gegen Syngenta

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Am siebten March against Syngenta wurde am Samstag in Basel in Kleingruppen gegen den Agromulti demonstriert.

Demo vor dem Syngenta Hauptsitz in Basel.
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Bild: Demo vor dem Syngenta Hauptsitz in Basel. / zVg

19. April 2021

19. 04. 2021

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Damit wurde auf die weltweit jährlich 385 Millionen Pestizid-Unfälle in der Landwirtschaft hingewiesen. Die Protestierenden fordern ein Verbot von Pestiziden wie Paraquat und den Wandel hin zu einer solidarischen und ökologischen Landwirtschaft.

Bereits zum siebten Mal fand diesen Samstag in Basel der «March against Bayer & Syngenta» statt. Aus Rücksicht auf die widrigen COVID-19-Umstände, haben die Organisatoren auf einen herkömmlichen Demonstrationszug verzichtet. In Kleingruppen versuchten die Protestierenden in Form einer Schnitzeljagd den Pestizidriesen Syngenta aus der Stadt zu vertreiben.

Seit Beginn der Proteste gegen Syngenta in Basel im Jahr 2015 hat sich der Umsatz des Agromultis fast verdoppelt. Ein steigender Umsatz bei Syngenta bedeutet eine massive Zunahme an Pestiziden wie Paraquat oder Atrazin und von gentechnisch verändertem und patentiertem Saatgut. Der «March against Bayer & Syngenta» fordert, dass Basel endlich Verantwortung übernimmt für die Zerstörung durch hier ansässige Agromultis.

Profit wichtiger als Menschenleben

Für die Agrochemie-Riesen Syngenta, Bayer & Co steht der Profit vor der Gesundheit der Menschen, dem Schutz der Umwelt und des Klimas. Nach wie vor exportieren Syngenta und Bayer hochgiftige Pestizide, die in der EU verboten sind, in Länder des Globalen Südens.

Eine im Dezember 2020 im renommierten internationalen Journal BMC Public Health publizierte wissenschaftliche Untersuchung über «Die globale Verteilung akuter unbeabsichtigter Pestizidvergiftungen» kommt zum Schluss, dass es jährlich etwa 385 Millionen solcher Unfälle in der weltweiten Landwirtschaft gibt. Statistisch gesehen bedeutet das, dass rund 44% der weltweit in der Landwirtschaft tätigen Bäuer*Innen und Landarbeiter*Innen einmal im Jahr vergiftet werden.

Paraquat muss weltweit verboten werden

https://www.xn--untergrund-blttle-2qb.ch/fotos/tag_048_com.jpg Auf Antrag des Basler Grossen Rates muss die Basler Regierung die Petition «Nicht in unserem Namen, Basel» beantworten. Die Petition fordert eine klare Haltung der Basler Politik gegenüber der Zerstörung von Umwelt und Gesundheit durch Pestizide von Syngenta und Co.

Die zuständige Kommission kam nach Anhörung von Syngenta-Vertretern zum Schluss, dass «Syngenta das Risiko von Pestizidopfern in Kauf nehme, indem sie weiterhin auf die Entwicklung, Produktion und den Vertrieb solcher Mittel setze. [...] Syngenta zeige [...] wenig Einsicht in Bezug auf das Gefährdungspotential ihrer Pestizidprodukte».

Breites Bündnis gegen Syngenta

Der Widerstand gegen den Agromulti bleibt stark. Eine breite Koalition von Organisationen unterstützt offiziell den «March against Bayer & Syngenta». Am heutigen Tag haben sich unzählige Personen an einem kreativen und vielfältigen Protest beteiligt. Während die einen Plakate gemalt und in der Stadt aufgehängt haben, äusserten die kleineren Teilnehmenden mit selber gebastelten Bienen ihren Wunsch nach einer lebenswerten Zukunft für sich und die Bienen.

Der «March against Bayer & Syngenta» bleibt gemeinsam mit allen Mitstreitenden widerständig und wird auch in Zukunft für eine solidarische und ökologische Landwirtschaft auf die Strasse gehen.

mm

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