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Der Widerstand geht weiter Basler Polizei versucht Protest gegen Syngenta zu unterdrücken

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Aufgrund der COVID-19-Pandemie wurde der «March against Bayer & Syngenta» im Jahr 2020 online durchgeführt.

«March against Bayer & Syngenta» in Basel, Mai 2019.
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Bild: «March against Bayer & Syngenta» in Basel, Mai 2019. / Andreas Fricker (zVg)

14. April 2021

14. 04. 2021

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Vier Personen begleiteten den Online-Anlass live über Social Media entlang der ehemaligen Route. Der Anlass war ein Erfolg. Die vier Personen erhielten nun jedoch Strafbefehle, weil sie angeblich gegen die COVID-19-Verordnung verstossen haben.

Seit 2015 findet der «March against Bayer & Syngenta» jedes Jahr mit rund 2000 Teilnehmer*innen mit einem Demonstrationszug durch Basel statt. Die Situation im Jahr 2020 war aufgrund der Corona-Pandemie speziell. Um der Verordnung des Bundesrates Rechnung zu tragen, um die Ausbreitung der Pandemie einzuschränken und keine Menschen der Gefahr einer Ansteckung auszusetzen, hatte das Organisationskomitee des «March against Bayer & Syngenta» entschieden, auf einen physischen Anlass zu verzichten.

Stattdessen wurden alle Menschen von den Organisatoren dazu aufgerufen, zuhause zu bleiben und sich online am virtuellen «March against Bayer & Syngenta» zu beteiligen. Um trotzdem einen Bezug zu den letzten Jahren herstellen zu können, begleitete eine Gruppe von vier Personen den Tag mit kurzen Live-Statements entlang der Route der vorherigen Jahre.

Protest gegen Syngenta in Basel unerwünscht

Dabei sind die vier Personen innerhalb von wenigen Stunden gleich zweimal durch die Basler Polizei einer Personenkontrolle unterzogen worden. Auch diese Kontrollen wurden live übertragen. Eine Person aus der Gruppe sowie ein Passant erlebten bei der Kontrolle Polizeigewalt. Beide wurden von der Polizei zur Kontrolle auf den Claraposten mitgenommen, wobei sich letzterer dort Nackt ausziehen musste. Für dieses Vorgehen gab es zu keinem Zeitpunkt einen Anlass, zumal sich die Betroffenen zwar beschwert, jedoch zu jeder Zeit kooperativ gezeigt haben. Ein weiteres Mal bewies die Basler Polizei, das zur Einschüchterung von Aktivist*innen alle Mittel ausgeschöpft werden.

1996 bleiben zuhause, 4 werden verfolgt

Ein Jahr später zeigt sich, dass sich nicht nur die Polizei, sondern auch die Basler Staatsanwaltschaft schützend vor Syngenta stellt. Sämtliche fünf Personen erhielten diesen Frühling Strafbefehle, in welchen die Betroffenen unter anderem der Anstiftung zu Hinderung einer Amtshandlung sowie mehrfacher Übertretung der COVID-19-Verordnung beschuldigt werden. Entgegen den Erläuterungen im Strafbefehl, war es gerade speziell die Absicht, alles dafür zu tun, um die Covid-19-Verordnung einzuhalten. Und das mit Erfolg.

Von den 2000 potenziellen Demo-Teilnehmenden wurden 1996 Menschen dazu ermutigt, ihren Protest von zuhause aus zu führen und eben nicht auf der Strasse. Es wurde zu keinem Zeitpunkt dazu aufgerufen, auf die Strasse zu gehen.

Der Widerstand geht weiter

Der Widerstand gegen Syngenta in Basel bleibt ungebrochen. Am 17. April 2021 wird der «March against Bayer & Syngenta» bereits zum siebten Mal durchgeführt. Aus Rücksicht auf die anhaltende COVID-19-Pandemie wird die Demonstration in diesem Jahr in Form einer Schnitzeljagd durchgeführt. Dabei versuchen die Teilnehmenden in Kleingruppen an verschiedenen Posten den Agromulti Syngenta aus der Stadt zu vertreiben. Die Basler Bevölkerung wird sich auch in Zukunft gegen Syngenta und für eine ökologische und solidarische Landwirtschaft einsetzen.

pm

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