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Umwelt- und Menschenrechtsaktivisten im Visier | Untergrund-Blättle

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Wirtschaft

Die Gewalt der Bergbauindustrie Umwelt- und Menschenrechtsaktivisten im Visier

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164 Todesopfer weltweit! Das ist die düstere Bilanz des Berichts von der britischen NGO Global Witness über getötete Umwelt- und Menschenrechtsaktivist*innen im Jahr 2018. Mit 43 Opfern ist der Bergbau der tödlichste Industriesektor.

Mine in Jakutien, Juni 2014.
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Bild: Mine in Jakutien, Juni 2014. / Staselnik (CC BY-SA 3.0 unported - cropped)

19. August 2019

19. Aug. 2019

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In den Philippinen kämpft beispielsweise Dr. Benito Molino für den Umweltschutz und gegen den Nickel-Abbau. Er hat die Gewalt der Bergbauindustrie zu spüren bekommen und erhielt Morddrohungen auf sein Smartphone.

Die deutsche Industrie ist weltweit einer der Hauptabnehmer von Rohstoffen. Das Nickel aus den Philippinen landet über Umwege in Autos oder Stahl „made in Germany“. Beim Abbau aber werden Menschenrechte massiv verletzt und die Umwelt zerstört.

Deutschland ist weltweit der fünftgrösste Rohstoffimporteur. Die Politik und Industrie tragen somit eine sehr grosse Verantwortung für die Einhaltung von Menschenrechten und Umweltschutz in globalen Lieferketten.

Doch die Lieferketten sind intransparent. PowerShift wollte 2017 mit Partnern den Weg des Nickels nachvollziehen. ThyssenKrupp, Volkswagen und andere Unternehmen geben jedoch keine Informationen heraus, ob das Nickel in ihren Produkten menschenrechtlich unbedenklich ist.

Der Bericht von Global Witness zwingt zum Handeln. Das Wirtschaftsministerium und das Kanzleramt versäumen es aktuell bei der Überarbeitung der deutschen Rohstoffstrategie Regeln zum Schutz der Umwelt und Menschenrechte in globalen Lieferketten zu verankern.

Und deutsche Ministerien bremsen auch immer noch beim Nationalen Aktionsplan Wirtschaft und Menschenrechte. Mehr Infos dazu in der Sendung Monitor – Geschacher um Menschenrechte: Wie Deutschland UN-Standards ausbremst.

Nico Beckert
zebralogs.wordpress.com

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