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Glencore: Wasserverschmutzung beim Rohstoffgewinn | Untergrund-Blättle

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Wasser- und Luftverschmutzung beim Rohstoffgewinn Glencore / Xstrata

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Glencore Xstrata versucht, sein lukratives Geschäft um jeden Preis zu sichern und nimmt dabei kaum Rücksicht auf die sozialen, kulturellen und politischen Rechte der Menschen oder die Konsequenzen für die Umwelt.

Die GlencoreXstrataKupfermine «Minas de Tintaya» in Cuzco, Peru.
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Bild: Die Glencore/Xstrata-Kupfermine «Minas de Tintaya» in Cuzco, Peru. / Grullab (CC BY-SA 4.0 cropped)

4. Januar 2014

04. 01. 2014

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Weder der Widerstand sozialer Bewegungen, noch die Kritik der Zivilgesellschaft, weder die juristischen Prozesse oder Bussgelder gegen das Unternehemen, noch Umweltverträglichkeitsstudien, welche die gravierenden Umweltauswirkungen der Firmenaktivitäten belegen, scheinen das Profitstreben des Unternehmens zu bremsen.

Glencore Xstrata ist das weltweit grösste diversifizierte Handelsunternehmen für Rohstoffe wie Kohle, Öl, Kupfer, Zink, Blei, Aluminium, Metalllegierungen, Getreide oder Ölsaaten. Durch die Bergbau-Aktivitäten von Glencore Xstrata werden lokale und indigene Bevölkerungsgruppen von ihren Territorien vertrieben, Lebensgrundlagen wie Wasser und Land verschmutzt und zerstört, ganze Gesellschaften gespalten und Behörden korrumpiert.

Zudem vermeidet das Unternehmen aggressiv Steuern, was die Förderländer um dringend nötige Einnahmen bringt, und arbeitet mit korrupten Mittelsmännern zusammen. KritikerInnen werden, teils juristisch, verfolgt und von Sicherheitskräften oder bewaffneten Gruppen bedroht.

Ungeachtet bestehender Gerichtsprozesse und staatlich verordneter Sanktionen gegen das Unternehmen, bestreitet Glencore Xstrata kategorisch seine Verantwortung für die Missstände.

Konsequenzen

In Bolivien beklagen Bauern, die im Umfeld der Mine leben, die Wasser- und Luftverschmutzung, welche ihre Gesundheit und Lebensgrundlage beeinträchtigt. In Argentinien laufen zurzeit wegen Umweltverschmutzung und Gesetzesverstössen drei Verfahren gegen das Unternehmen. Gleichzeitig sind 200 Personen angeklagt, die öffentlich gegen das Unternehmen protestieren. In Kolumbien ist Glencore Xstrata mit neun Disziplinarprozessen vor der Nationalen Umweltbehörde konfrontiert.

Auf den Philippinen wurde 5.000 Mitgliedern des indigenen Volkes der B’laan das Recht auf freie, informierte und vorgängige Zustimmung – garantiert durch die UNO-Deklaration für indigene Rechte – verweigert. Vielerorts stossen die Aktivitäten von Glencore Xstrata auf Widerstand der Lokalbevölkerung. Gemeinschaften, die sich zur Wehr setzen, werden eingeschüchtert, bedroht oder kriminalisiert. Häufig werden staatliche Polizeikräfte eingesetzt, um Demonstrationen niederzuschlagen. In Peru kam es bei Protesten gegen die Xstrata Tintaya Mine im Jahr 2012 zu drei Toten und über 45 Verwundeten.

Ursache

Glencore Xstrata versucht, sein lukratives Geschäft um jeden Preis zu sichern und nimmt dabei kaum Rücksicht auf die sozialen, kulturellen und politischen Rechte der Menschen oder die Konsequenzen für die Umwelt. Weder der Widerstand sozialer Bewegungen, noch die Kritik der Zivilgesellschaft, weder die juristischen Prozesse oder Bussgelder gegen das Unternehmen, noch Umweltverträglichkeitsstudien, welche die gravierenden Umweltauswirkungen der Firmenaktivitäten belegen, scheinen das Profitstreben des Unternehmens zu bremsen.

Glencore Xstrata manipuliert weltweit die öffentliche Meinung mit der Behauptung, das Unternehmen schaffe wirtschaftlichen Nutzen für die lokale Bevölkerung, während es in Tat und Wahrheit die Einflussgebiete der Abbauregionen den eigenen Bedingungen unterwirft und durch aggressive Steuervermeidung und Korruption verhindert, dass Abbauländer von ihrem Rohstoffreichtum profitieren können.

Verursacher

Glencore Xstrata plc („Glencore Xstrata“) ist das weltweit grösste diversifizierte Handelsunternehmen von Rohstoffen wie Kohle, Öl, Kupfer, Zink, Blei, Aluminium, Metalllegierungen, Getreide und Ölsaaten. Das Unternehmen kontrolliert weltweit 50% des freien Kupfer-, 30% des Kohle- und 60% des Zinkmarktes.

Ursprünglich reiner Rohstoffhändler, hat sich Glencore Xstrata immer stärker zu einem Bergbau- und Ölförderkonzern entwickelt. 1974 von Marc Rich gegründet, wurde Glencore durch die Umgehung des Handelsembargos der USA gegen den Iran und als Öllieferant des geächteten Apartheidregimes in Südafrika reich. Als Marc Rich wegen illegaler Geschäftspraktiken wie Steuerhinterziehung und Betrug angezeigt wurde, flüchtete er 1983 aus den USA in die Schweiz.

Glencore Xstrata ist offiziell in der Steueroase Jersey registriert und hat seinen operativen und steuerlichen Hauptsitz in der Schweiz. Der Konzern machte 2012 einen Umsatz von 236 Milliarden US-$ und einen Nettogewinn von 7,9 Milliarden US-$.

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