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Zum Antrag der CDU bezüglich der Kürzung der Zuschüsse Für den Erhalt des Jugendzentrum «Friedrich Dürr» in Mannheim

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Die CDU-Fraktion des Mannheimer Gemeinderates hat für die kommenden Etatverhandlungen zwei Anträge zur Kürzung der Zuschüsse und der Auflösung der mietfreien Überlassung des Jugendzentrums in Selbstverwaltung Friedrich Dürr in der Mannheimer Neckarstadt (JUZ) eingereicht.

LiveKonzert im Juz Mannheim mit der Band «Chefdenker» am 10.
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Bild: Live-Konzert im Juz Mannheim mit der Band «Chefdenker» am 10. Juni 2017. / Cryptorebel (CC BY-SA 4.0 cropped)

10. Dezember 2017

10. 12. 2017

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Die entstehenden Gelder sollen dazu genutzt werden, zusätzliche Mittel für andere Jugendeinrichtungen in Mannheim zur Verfügung zu stellen. Dies würde bedeuten, dass das JUZ ab 2018 geschlossen werden müsste.

Das JUZ sieht die Anträge der CDU als einen direkten Angriff gegen die Einrichtung und verurteilt diese. Das JUZ ruft alle Stadträt*innen dazu auf, in den Etatverhandlungen des Mannheimer Haushaltes gegen die Anträge der CDU-Fraktion zu stimmen.

Das JUZ Mannheim besteht schon seit 1973. Seither haben im JUZ Generationen von Jugendlichen das JUZ eigenverantwortlich organisiert, sich basisdemokratisch gestritten, eigene Ideen entwickelt und umgesetzt, sich dabei selbst persönlich und politisch weiterentwickelt und auch gefeiert. Unzählige Mannheimer*innen wurden durch diese in Mannheim einzigartige Institution geprägt und wären ohne das JUZ nicht die zivilgesellschaftlich Engagierten oder künstlerisch Tätigen, die sie sind.

Das JUZ organisiert sich basisdemokratisch und folgt dem pädagogischen Konzept der Selbstverwaltung. Das heisst unter anderem, dass Entscheidungen von den ehrenamtlichen Jugendlichen im Konsensprinzip getroffen werden und dass das Programm und die Ausrichtung des JUZ von diesen JUZ-Aktiven geplant und gestaltet wird. Partizipation und Mitbestimmung stehen also zentral im Konzept des JUZ.

Das Programm des JUZ reicht dabei von Konzerten und Partys, dem Freiraum-Café, dem sozialpädagogisch betreuten Café-Welcome für junge Geflüchtete, politischen Informationsveranstaltungen, Deutschsprachkurse für junge Geflüchtete, Fahrradwerkstatt, Sportangebote und noch vieles mehr und spricht damit Jugendliche nicht nur aus Mannheim an.

Die CDU begründet den Antrag damit, dass das JUZ ein Hort für linksextreme Gewalttäter*innen sei. Dies versucht sie mit dem aus dem Kontext gerissenen und schlichtweg falschen Behauptungen über das JUZ und seine Aktiven zu belegen. Zum Beispiel wird die wöchentlich stattfindende Vollversammlung, bei der organisatorische Dinge, wie das Besprechen vergangener und kommender Veranstaltungen, der Putzplan und sonstige wichtige Aufgaben rund um das Haus und das Programm organisiert werden, als regelmässiges linksextremistisches Ereignis bezeichnet.

Wir finden es beschämend, dass die Antragssteller*innen sich nicht einmal die Mühe gemacht haben, das JUZ auf ihre „Erkenntnisse“ anzusprechen und in Dialog zu treten. Wir finden, dass wir das von Politiker*innen unserer Stadt verlangen können, die eine Einrichtung schliessen wollen, die seit 44 Jahren gute Jugend und Kulturarbeit betreibt.

Wir empfinden das Einstehen gegen menschenverachtende Einstellungen, wie Rassismus, Sexismus oder Homophobie, als unsere zivilgesellschaftliche Pflicht und nicht als linksextremen Aktivismus. Daher soll das Jugendzentrum Friedrich Dürr in Mannheim bestehen bleiben. In Mannheim haben sich bisher zahlreiche Vereine, Initiativen, Einrichtungen und zivilgesellschaftliche Bündnisse mit dem JUZ solidarisiert. Wir bedanken uns für die grossflächige Unterstützung und sehen dies auch als Zeichen an, dass das JUZ in seiner jetzigen Art und Weise, wie es das Mannheimer Stadtbild prägt, erhalten bleiben muss. Wir fordern daher alle Mannheimer Stadträt*innen auf, die Haushaltsanträge der CDU zur Kürzung der Zuschüsse und des Mietvertrages abzulehnen. Mannheim ist nur mit dem JUZ bunt.

Pressemitteilung „JUZ bleibt!“

Link zur Online Petition

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