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Private Spiele? Brasilien: Die öffentliche Hand legt weiter drauf für die Olympischen Spiele

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Kurz vor den Olympischen Spielen ruft der Bundesstaat Rio de Janeiro den Finanznotstand aus. Es fehlt an Geld für Bildung und Gesundheit, aber auch für die Auszahlung von Gehältern und Pensionen.

Rios Bürgermeister Eduardo Paes berichtete im April über den Stand der öffentlichen und privaten Ausgaben für die Olympischen und Paralympischen Spiele.
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Bild: Rios Bürgermeister Eduardo Paes berichtete im April über den Stand der öffentlichen und privaten Ausgaben für die Olympischen und Paralympischen Spiele. / Agência Brasil Fotografias (CC BY 3.0 cropped)

29. Juni 2016

29. 06. 2016

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Der Bund soll mit Geldern für die letzten Vorbereitungen der Olympischen Spiele einspringen, damit die letzten Baustellen im öffentlichen Nahverkehr fertiggestellt und die öffentliche Sicherheit während der Spiele garantiert werden können.

Der leere Haushalt hat viele Ursachen. Aber auch wenn Bürgermeister Eduardo Paes, einer der glühendsten Verfechter des Megaevents, wiederholt bekräftigt hat, dass der grösste Teil der Kosten für die Spiele von der Privatwirtschaft getragen wird, gehört die kostspielige Ausrichtung des Megaevents mit Sicherheit dazu.

Julia Bustamante und Caio Limo vom Instituto Políticas Alternativas para o Cone Sul (PACS) zeigen in ihrer Analyse: Wenn alle Steuergeschenke, nicht eingerechneten öffentlichen Ausgaben und die öffentlichen Gegenleistungen bei öffentlich-privaten Partnerschaften berücksichtigt werden, wird deutlich, dass die öffentliche Hand die eigentliche Veranstalterin der Olympischen Spiele ist.

Julia Ziesche
boell.de

E-Paper: Private Spiele? Die öffentlichen Kosten, die das Olympia-Budget verschweigt. Julia Bustamante und Caio Lima. Eine Publikation der Heinrich-Böll-Stiftung, Juni 2016. Download (PDF) »

Dieser Artikel steht unter einer Creative Commons (CC BY-NC-ND 3.0) Lizenz.

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