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Kultur

Rezension zum Biopic von Taylor Hackford Ray Charles

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Die Biographie dieses begnadeten Musikers auf der Leinwand zu erleben, hat mir ausserordentliche Freude bereitet. In mehr als 150 Minuten Laufzeit erlebt der Zuschauer, das wilde Leben des Ray Charles Robinson (Jamie Foxx).

Ray Charles, Oktober 1968.
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Bild: Ray Charles, Oktober 1968. / Koch, Eric - Anefo (CC BY-SA 3.0 cropped)

26. August 2005

26. Aug. 2005

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Der blinde Piano-Spieler hat ein gewaltiges Talent das er nutzen möchte: seinen Sinn für Musik. Er reist kreuz und quer durch Amerika um eine Karriere zu starten und erhält schliesslich einen Plattenvertrag bei einem Indie-Label in New York. Später wechselt er dann zu einem Major-Label und wird zu einem der populärsten Musiker aller Zeiten. Er hat jedoch viele Kritiker gegen sich, die vor allem seinen Stil, Gospel-Musik mit „schmutzigen“ Texten zu kombinieren, anprangern.

Parallel dazu behandelt der Film auch die Kindheit von Ray Charles, die vor allem durch den Tod seines kleineren Bruders gezeichnet ist. Ein weiterer wichtiger Bestandteil des Filmes ist die Heroin-Abhängigkeit, der der schwarze Künstler seine verkrampften Bewegungen zu verdanken hatte. Jamie Foxx kann wirklich auf ganzer Länge überzeugen und spielt den mittlerweile verstorbenen Ray Charles auf realistische Art und Weise.

Alles im Allen konnte mich der Strefein von Taylor Hackford überzeugen. Er unterhält, informiert und spricht auch Themen wie Rassentrennung an. Er will keinesfalls den untreuen Ehemann in Schutz nehmen, sondern zeigt ihn so wie er war: ein genialer Musiker aber gebrochener Mann.

Lorenz Mutschlechner
film-rezensionen.de

Ray

USA 2004 - 152 min.

Regie: Taylor Hackford
Drehbuch: James L. White
Darsteller: Jamie Foxx, Kerry Washington, Clifton Powell
Produktion: Howard Baldwin, Karen Baldwin, Stuart Benjamin, Taylor Hackford
Musik: Craig Armstrong, Ray Charles
Kamera: Paweł Edelman
Schnitt: Paul Hirsch

Dieser Artikel steht unter einer Creative Commons (CC BY-NC-SA 4.0) Lizenz.

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