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Frauen* bringen Basel zum Stillstand | Untergrund-Blättle

Gesellschaft

Der patriarchale Alltag ist blockiert – die Frauen sind auf der Überholspur Frauen* bringen Basel zum Stillstand

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Der nationale Frauen*streiktag war mit mehr als 40’000 Teilnehmenden ein überwältigender Erfolg! Es war die grösste Demo seit mehr als drei Jahrzehnten.

Frauenstreiktag, Juni 2019.
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Bild: Frauenstreiktag, Juni 2019. / logo

16. Juni 2019

16. Jun. 2019

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«Beim Frauenstreik lern ich mehr als in der Schule», «Care-Arbeit subventioniert die Wirtschaft und nicht umgekehrt» oder «Wenn Frau will steht alles still»: Solche und zahlreiche andere Parolen, gemalt, geschrieben und geschrien, machten deutlich, was die Frauen in Basel fordern. Eine solidarische Gesellschaft, ohne Sexismus und gleiche Rechte für alle. Mindestens 40’000 Frauen* haben am 14. Juni Basel erobert und die Strassen, Plätze und Brücken besetzt.

Bereits um sieben Uhr morgens haben rund 200 Basler*innen den Verkehr beim Spalentor entschleunigt, indem sie mitten auf der Strasse einen Sitzstreik einlegten. Mit rund 50 weiteren Aktionen, vom Radioballett über Kickboxen bis zum Tanzflashmob präsentierte sich das Programm des Frauen*streiks so bunt und vielfältig wie die Frauen* selbst: Voller Elan, mit Entschlossenheit, aber auch viel Wut, haben die Basler Frauen* auf die zahlreichen Formen der Diskriminierung aufmerksam gemacht und sind für die Gleichstellung eingestanden.

Mit der Kabarettistin Sybille Birkenmeier, den Musikerinnen von Les Reines Prochaines und der Rednerin Jolanda Spiess-Hegglin erhielten sie hochkarätige Unterstützung für ihre Anliegen. Der Theaterplatz war als «Ground Zero» bald Anlaufpunkt für tausende Menschen und füllte sich beim «offiziellen» Arbeitsschluss um 15.24 Uhr immer mehr. Mütter, Berufstätige und nicht Erwerbstätige, Kirchen-Frauen*, Student*innen und Bäuer*innen gaben sich ein Stelldichein mitten in der Stadt – in ausgelassener Stimmung wurde getanzt, getratscht, gelacht, gesungen und die Frauen*solidarität gefeiert.

Geeint machten sich um 17 Uhr mehr als zehntausende Frauen und genderqueere Menschen auf zum Demonstrationszug, um auf der Strasse ihre Stimme zu erheben – von der Wettsteinbrücke ins Kleinbasel bis zum Marktplatz. Basel stand buchstäblich still: Die Frauen* legten den Verkehr lahm, es gab kein Durchkommen mehr. Der Demozug machte an verschiedenen Stationen halt und griff dabei Themen wie Geschlechterdiskriminierung, Gewalt gegen Frauen* und die schlechte Anerkennung des Pflegepersonals auf.

Die Demonstrant*innen wurden auf dem Theaterplatz von zahlreichen Redner*innen empfangen: Sie alle erzählten von ihren persönlichen Erfahrungen, wie sie dem Patriarchat trotzen, sich von gesellschaftlichen Fesseln befreiten und sich für eine bessere Zukunft einsetzen. Der nationale Streiksong «Mit streiked», live vorgetragen von den Musiker*innen (KimBo, SASA und Sascha Rijkeboer), rundete den erfolgreichen, vielfältigen und überwältigenden nationalen Frauen*streiktag ab. Es war ein historischer Tag!

mm

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