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Gesellschaft

Erkenntnisvermögen und Wahrheit Jedem seine eigene Meinung?

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Wir lernen schon in der Schule, z.B. im Psychologie- oder Philosophieunterricht, dass die menschliche Erkenntnis fehlerhaft ist, die Umwelt nicht objektiv begriffen werden kann.

Kevin Fitz
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Bild: Kevin Fitz / CC BY-NC-ND 2.0

4. Januar 2016

04. 01. 2016

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Ihr habt sicher schon häufig Argumente der Art…

- “Das ist ja nur deine Meinung“
- „Wenn man das von einer anderen Perspektive betrachtet, kann man das auch anders sehen“
- „Wie kannst du sagen das das wahr ist, wenn doch der Erkenntnisprozess an sich fehlerhaft ist“ gehört.

Von dieser Einstellung ist auch das folgende Bild geprägt, welches uns zum Verfassen dieses kurzen Textes gebracht hat:

Diese obigen Argumente und Aussagen kommen vielen Leuten vertraut vor. Man lernt ja schon in der Schule, z.B. im Psychologie- oder Philosophieunterricht, dass die menschliche Erkenntnis fehlerhaft ist, die Umwelt nicht objektiv begriffen werden kann. Hier eröffnet sich jedoch ein Problem.

Denn wenn das so ist, dann gibt es keinen Grund mehr miteinander über eine Sache zu diskutieren. Da ja von vornherein angenommen werden muss, dass man aufgrund der Fehlerhaftigkeit der menschlichen Erkenntnis, nichts wirkliches über diese Sache wissen kann. Diese Art der Argumentation unterbindet also jegliche Diskussion, wenn sie konsequent durchgeführt wird.

Man mag nun entgegnen, dass das schon so sein mag, aber das ändert doch nichts daran dass die Argumentation richtig ist. Wenn man nichts erkennen kann dann diskutiert man halt nicht, und spielt lieber was. Das dieses Argument in sich widersprüchlich ist, wird dabei meistens nicht gesehen.

Denn wie soll der Mensch, dessen Erkenntnisvermögen ja fehlerhaft ist, überhaupt zu dieser Erkenntnis gelangen und sie als Wahrheit postulieren, wenn richtige Erkenntnis gar nicht möglich ist? Damit endet diese Argumentation in einem Widerspruch, einem Paradoxon. Man kann zwar nichts richtiges erkennen, das hat man aber garantiert richtig erkannt.

Anstatt andauernd an der eigenen Erkenntnis zu Zweifeln und damit in einen Widerspruch zu geraten, sollte man das tun, was man von Anfang an vorhatte: Erkennen und überprüfen.

Bassisgruppe Gesellschaftskritik Salzburg
[geskrit]

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