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Fotos im sogenannten Wächtermodus Kamerarundumüberwachung bei Tesla-Fahrzeugen

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US-Strafverfolger sind offenbar auch dank der Kameras in einem Tesla auf die Spur eines mutmasslichen Straftäters gekommen, der in Massachusetts eine Kirche angezündet und Reifen in mehreren Autos zerstochen haben soll.

Tesla-Auto an einer elektrischen Zapfsäule.
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Bild: Tesla-Auto an einer elektrischen Zapfsäule. / Pixabay (PD)

16. Juli 2021
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Das geht aus einer eidesstallichen Erklärung hervor, in der ein FBI-Agent die gesammelten Beweise zusammenfasst. Demnach konnten die Ermittler Fotos sicherstellen, die die Kameras des Elektroautos von dem Verdächtigen gemacht hätten, als der sich an den Reifen zu schaffen gemacht habe. Weil die Angriffe auf die Autos mit mutmasslich gelegten Feuern in einer nahen Kirche in Zusammenhang gebracht werden, hätten die Fotos bei der Identikation des Verdächtigen geholfen.

Bei den Ermittlungen geht es vor allem um die Zerstörung einer Kirche in Springfield (Massachusetts), die fast ausschliesslich von Schwarzen besucht wurde. Die Ermittler gehen von einem Hassverbrechen aus, dem mehrere Versuche vorausgingen, Brände in dem Gotteshaus zu legen. In Verbindung mit diesen Feuern seien auch Angriffe auf Autos in unmittelbarer Nähe der Kirche untersucht worden. Bei einem seien zwei Reifen eines Tesla gestohlen worden, der einen Schwarzen Besitzer habe.

Die Ermittler konnten Fotos sicherstellen, die den Verdächtigen bei diesem Angriff zeigen. Zwar hat der FBI-Agent weitere Überwachungsfotos angefügt, aber nur die des Tesla sind so gut, dass er den Verdächtigen darauf identifizieren konnte und nicht nur glaubt, dass es sich um ihn handelt.

Der Fall zeigt einmal mehr, wie viele Daten die Tesla-Fahrzeuge mit ihren Kameras und Sensoren sammeln können, nicht nur während der Fahrt. Die vom FBI verwendeten Fotos dürften im sogenannten Wächtermodus gemacht worden sein, in dem geparkte Teslas ihre Umgebung überwachen.

Die chinesische Regierung hatte Ende März die Nutzung der Elektroautos durch Militärangehörige und Mitarbeiter wichtiger staatlicher Unternehmen eingeschränkt. Peking befürchtete Berichten zufolge, dass solche Daten bei einem Transfer in die USA an den Sitz des Herstellers die nationale Sicherheit Chinas gefährden könnten.

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