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Schritt zur Ächtung selbständiger Kriegs-Roboter | Untergrund-Blättle

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Genfer Kriegskonventionen oder das Gebot der Verhältnismässigkeit Schritt zur Ächtung selbständiger Kriegs-Roboter

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Nach den ferngesteuerten Drohnen drohen jetzt bewaffnete Roboter ohne Handsteuerung zu töten. Uno-Kommission arbeitet an Verbot.

Kriegsroboter der US-Armee auf einem Testcenter in Fort Greely, Alaska.
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Kriegsroboter der US-Armee auf einem Testcenter in Fort Greely, Alaska. Foto: UA (PD)

24. Oktober 2013
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So wie kleine Roboter einen Rasen selbständig bis in alle Ecken mähen oder eine Wohnung bis in alle Ecken staubsaugen, zirkulieren grössere bewaffnete Roboter in feindlichem Gebiet. Bald sollen sie je nach elektronischer Wahrnehmung auch selbständig schiessen. Werden Zivilisten oder sonst Unschuldige getötet oder verletzt, wer wird dann verantwortlich sein? Solche Roboter würden sich um humanitäres Völkerrecht, Genfer Kriegskonventionen oder um das Gebot der Verhältnismässigkeit foutieren, erklärt Waffen-Spezialist Steve Goose von «Human Rights Watch».

Nicht-Regierungs-Organisationen wie «Human Rights Watch» und unabhängige Wissenschaftler verlangen deshalb ein Moratorium der Entwicklung solcher autonomen Roboter und möchten diese neusten technologischen Waffen international ächten, ähnlich wie Chemie- oder biologische Waffen oder blind machende Laserwaffen geächtet und verboten sind.

Uno-Gremium in Genf will innert Jahresfrist Vorschläge machen

Letzte Woche haben die 117 Staaten, welche das «Abkommen über das Verbot oder die Beschränkung des Einsatzes bestimmter konventioneller Waffen» ratifiziert haben, zum ersten Mal in Genf über bewaffnete Roboter debattiert und ein Arbeitsgruppe eingesetzt, die innert eines Jahres Vorschläge unterbreiten soll. Einige Staaten möchten vorerst ein Moratorium durchsetzen, um später eine internationale Ächtung zu erreichen.

Am Rande der Genfer Jahresversammlung erläuterte Noel Sharkey, Professor für künstliche Intelligenz und Roboter an der Universität Sheffield, den Stand der Technologie. Militärische Roboter würden die USA, Israel, Südkorea, Russland und China entwickeln. Prototypen, die ihre Ziele autonom und ohne Fernsteuerung suchen, seien bereits in der Testphase. Sharkey warnt: «Solche Roboter können Militärpersonen nicht von Zivilisten unterscheiden und auch Personen kaum von Bäumen».

Michel Bührer /Infosperber

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