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Mit den Menschen in Chile – Piñera stinkt nach Diktatur!

Chiles neoliberaler Präsident und Milliardär Piñera lässt das Militär gegen das Volk aufmarschieren - und schiessen. Diese Gewalt ist neu seit dem Ende der faschistischen Pinochet-Diktatur im Jahr 1990. Piñera behauptet: Chile befinde sich jetzt im Krieg. Die Menschen entgegnen: Chile ist aufgewacht! Jetzt prangt auf den Demo-Transparenten in Santiago de Chile und anderswo die Parole: „Der Neoliberalismus wurde in Chile geboren – und er wird in Chile sterben!“ Das Pinera-Regime befindet sich in der Defensive und greift zu immer hemmungsloseren Mitteln der Unterdrückung. Die Menschen werden brutal zusammengeschlagen, verhaftet und gefoltert. Die autoritäre Regierung lügt hinsichtlich der Opfer, wie einst zur Zeit des Pinochet-Faschismus. Die bundesdeutschen Mainstream-Medien gehen darauf nicht ein, berichten - wenn überhaupt – randständig und tendenziös. Wir hören dazu auch ein bezeichnendes Beispiel der ’Macht um Acht’, der ’Tagesschau’. Ursachenanalyse? Fehlanzeige. Kein Wort zu den geschichtlichen Kontinuitätslinen. Kein Bezug zum neoliberalen Feldversuch der Chicago-Boys um Milton Friedman, für den der faschistische Putsch 1979 den Weg bereitet hat. Und natürlich nichts zu den Interessen des US-amerikanischen Kapitals und der heutigen Trump-Administration. Erst Recht kein Querverweis zur forcierten Destabilisierung linker, fortschrittlicher Regierungen in Lateinamerika durch die US-Regierung. Nicht selten getarnt in der Maske sogenannter NGO’s – Nichtregierungsorganisationen. Der jetzige Freiheitskampf des chilenischen Volkes gegen Verarmung und für die Ausweitung sozialer Errungenschaften verbindet sich mit der unüberhörbaren Forderung nach einer neuen Verfassung für das Land. Bereits am 12. November wird es wieder grosse Volksversammlungen und Streiks in Chile, einberufen von der breiten Bewegung „Unidad Social“ inzwischen getragen von 115 sozialen Initiativen, den Gewerkschaften sowie dem Studierendenverband Chiles, geben. Die Bewegung wächst – der Kampf geht weiter. Viele KünstlerInnen und Kulturschaffende unterstützen diese Bewegung mit alten und neuen Widerstandsliedern. Auch dazu hören wir einige Beispiele.

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Autor: niki müller


Radio: FRC-Husum
Datum: 10.11.2019

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