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Gesellschaft

Pinar Selek im Exil: als Terroristin gebrandmarkt, als Soziologin gefeiert

Es gibt einen Unterschied zwischen Pein und Unglück: wenn ich Pein empfinde kann ich trotzdem glücklich sein. Das sagt die türkische Soziologin, Schriftstellerin und Feministin Pinar Selek. Sie bezeichnet sich als Revolutionärin, als Kämpferin für den Frieden. Sie sass über zwei Jahre im Gefängnis: man hat sie Beschuldigt, sie habe auf einem türkischen Markt eine Bombe explodieren lassen. In verschiedenen Gerichtsurteilen wurde sie von diesem Vorwurf freigesprochen. Derzeit lebt sie im Exil- sie forscht, referiert und schreibt. Zum Beispiel Bücher. In ihrer aktuellen Publikation spricht Pinar Selek von einer weltweiten Krise der Männlichkeit. In Kriegen und Armeen würden Patriarchen herangezogen. Unsere Welt sei geprägt von patriarchalen Insitutionen, die Politiker demonstrieren ihre Macht weltweit- und greifen dazu nicht selten zu Gewalt. Im aktuellen Buch beschäftigt sich Pinar Selek mit dem Mann werden in der Türkei. Es geht um das traditionelle Rollenbild. In dem der Mann stark sein muss, Macht ausstrahlt und Gewalt ausübt. Dieses Rollenbild werde von den Medien und in den Schulen kolportiert, im obligatorischen Militärdienst zementiert und in der Familie vorgelebt. Der Einfluss der Frauen sei in vielen Familien klein. Und das ist eine von vielen Sachen die sich ändern müssen: Männer und Frauen müssen von ihren traditionellen Rollenbildern abweichen, sagt Pinar Selek im Gespräch mit Cheyenne Mackay:

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Autor: Cheyenne Mackay


Radio: RaBe
Datum: 28.11.2011

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