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In Budapest haben gestern Abend 2000 Menschen vor dem Sitz des Staatsfernsehens demonstriert. | Untergrund-Blättle

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In Budapest haben gestern Abend 2000 Menschen vor dem Sitz des Staatsfernsehens demonstriert.

Mit der Protestaktion wollten die Leute zwei Journalisten des Staatsfernsehen unterstützen. Die sitzen seit achtzehn Tagen vor dem Gebäude des staatlichen Fernsehens im Hungerstreik. Damit wollen sie direkt gegen die Manipulation von Nachrichten protestieren. In denen wurden in den letzten Wochen wiederholt Personen aus Berichten retuschiert. Wie Radio Corax berichtete, demonstrierten die Menschen gestern Abend gegen die Gleichschaltung der Medien in Ungarn. Die beiden Journalisten sind gestern von dem Staatsfernsehen entlassen worden. Nach Aussagen von ungarischen Gewerkschaften sei das weder mit der ungarischen noch der europäischen Arbeitsrechtslage zu vereinbaren. Mit dem Mediengesetz, das in Ungarn seit knapp einem Jahr gilt, hat die Regierung von Viktor Orban weitgehenden Einfluss auf die Berichterstattung der ungarischen Medien erlangt. Die Journalistin Gina Böni beschreibt im ersten Teil die Situation vor Ort und die Gruende fuer den Protest. Im zweiten Teil spricht die Radiojournalistin Julia Varadi ueber die Lage des Journalismus, der Protestbewegung und Geschichte des Verhältnisses von Politik und Journalismus in Ungarn in den letzte 20 Jahren. Julia Varadi arbeitet fuer das Klubradio und hat vor längerer Zeit fuer das staatliche ungarischen Radio gearbeitet.

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Autor: tagesaktuelle Redaktion

Radio: corax Datum: 29.12.2011

Länge: 05:23 min. Bitrate: 320 kbit/s

Auflösung: Stereo (44100 kHz)

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