UB-Logo Online Magazin
Untergrund-Blättle

In Budapest haben gestern Abend 2000 Menschen vor dem Sitz des Staatsfernsehens demonstriert. | Untergrund-Blättle

518473

ub_audio

In Budapest haben gestern Abend 2000 Menschen vor dem Sitz des Staatsfernsehens demonstriert.

Mit der Protestaktion wollten die Leute zwei Journalisten des Staatsfernsehen unterstützen. Die sitzen seit achtzehn Tagen vor dem Gebäude des staatlichen Fernsehens im Hungerstreik. Damit wollen sie direkt gegen die Manipulation von Nachrichten protestieren. In denen wurden in den letzten Wochen wiederholt Personen aus Berichten retuschiert. Wie Radio Corax berichtete, demonstrierten die Menschen gestern Abend gegen die Gleichschaltung der Medien in Ungarn. Die beiden Journalisten sind gestern von dem Staatsfernsehen entlassen worden. Nach Aussagen von ungarischen Gewerkschaften sei das weder mit der ungarischen noch der europäischen Arbeitsrechtslage zu vereinbaren. Mit dem Mediengesetz, das in Ungarn seit knapp einem Jahr gilt, hat die Regierung von Viktor Orban weitgehenden Einfluss auf die Berichterstattung der ungarischen Medien erlangt. Die Journalistin Gina Böni beschreibt im ersten Teil die Situation vor Ort und die Gruende fuer den Protest. Im zweiten Teil spricht die Radiojournalistin Julia Varadi ueber die Lage des Journalismus, der Protestbewegung und Geschichte des Verhältnisses von Politik und Journalismus in Ungarn in den letzte 20 Jahren. Julia Varadi arbeitet fuer das Klubradio und hat vor längerer Zeit fuer das staatliche ungarischen Radio gearbeitet.

Creative Commons Logo

Autor: tagesaktuelle Redaktion


Radio: corax
Datum: 29.12.2011

Diesen Artikel...

Kommentare zu diesem Artikel

es gibt noch keinen Beitrag zu diesem Text

Schreibe einen Kommentar...

Captcha

Mehr zum Thema...

Viktor Orbán, Ministerpräsident von Ungarn.
Zur aktuellen Entwicklung in Ungarn. Ein Interview mit dem Philosophen Gáspár Miklós TamásAutoritäres Regime oder Diktatur?

26.03.2018

- Gáspár Miklós Tamás ist ein ungarischer Philosoph und Dissident. In den 1980er Jahren war er Teil der illegalen Opposition gegen das kommunistische Einparteienregime und konnte nur im Untergrund oder im Ausland publizieren.

mehr...
«Die grösste Welle rassistischer Staatspropaganda seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges.» Wahlpropaganda der Fidesz für die Annahme des Referendum in einem Wohngebiet von Zichyújfalu, 17.
Rassistische Staatspropaganda, Migrationspolitik und AutoritarismusUngarns Referendum

30.11.2016

- In Ungarn, gepflastert mit rassistischer Staatspropaganda, wurde am 2. Oktober 2016 ein nationales Referendum über die EU-Quotenregelung und ungarische Migrationspolitik abgehalten.

mehr...
Reformierte Kirche in Debrecen, Ungarn.
Konservative BruderschaftenUngarns Kirchen unterstützen Viktor Orbáns Regime

12.02.2014

- Viktor Orbáns autokratische Herrschaft stösst im Westen auf harte Kritik. Die Unterstützung durch Ungarns Kirchen ist ihm sicher.

mehr...

Aktueller Termin in Hamburg

Wie wir lernen, Kämpfe zu gewinnen - Machtaufbau durch Organizing (3/4)

Vierteilige Lecture-Reihe mit Jane McAlevey (Autorin von "Keine halben Sachen. Machtaufbau durch Organizing"). Heute: "Offene Verhandlungsführung". Die Veranstaltungen können auch einzeln besucht werden.

Dienstag, 19. November 2019 - 18:00

Gewerkschaftshaus, Besenbinderhof 60, Hamburg

Event in Berlin

Relate

Dienstag, 19. November 2019
- 17:00 -

Regenbogenfabrik


Berlin

Trap
Untergrund-Blättle
Untergrund-Blättle