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Klubradio gegen die ungarische Medienbehörde und für's Weitermachen

Noch vor ein paar Monaten wollte sich kaum jemand/jefraud in Europa mit den politischen Zuständen in Ungarn kritisch auseinandersetzen. Naja, anfang des letzten Jahres gab es einen kurzen Aufschrei wegen des neuen Mediengestzes in Ungarn. Dann war es allerdings auch gleich wieder ruhig. Viktor Orban hatte schliesslich für Ungarn die EU-Ratspräsidentschaft übernommen. Im Moment sieht die Auseinandersetzung mit dem Quasi-Autokrat Orban anders aus. Die Eu hat gleich drei Verfahren gegen das neue ungarische Grundgesetz eingeleitet. Und ein kleines Radio in Budapest hat Weltberühmtheit erlangt. Klubradio gilt inzwischen als einziges oppositionelles Massenmedium in Ungarn. Und das hat im Dezember von der Medienbehörde keine Frequenz mehr erhalten. Damit ist ab 1.März Schluss für das Klubradio auf UKW. Aber da hatte die Regierung die Rechnung ohne die Wirtin gemacht. Noch im Dezember demonstrierten Tausende Menschen gegen den Frequenzentzug für Klubradio. Was seit dem passiert ist beschreibt uns jetzt die Radio-Journalistin Julia Varadi.

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Autor: tagesaktuelle Redaktion


Radio: corax
Datum: 20.01.2012

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