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Probleme binationaler Familien und Partnerschaften | Untergrund-Blättle

Probleme binationaler Familien und Partnerschaften

Ein Gespräch mit Danny Rosario aus der Dominikanischen Republik und Liliana Duqué aus Kolumbien vom Verband binationaler Familien und Partnerschaften, iaf e. V. (http://www.verband-binationaler.de/) Beide Frauen leben schon seit vielen Jahren in Deutschland und beraten Menschen aus dem Ausland, die hier leben wollen oder schon leben. Folgende Themen werden behandelt: - Anerkennung von im Ausland erworbenen Berufs- oder Schulabschlüssen in Deutschland. - Es ist eine deutsche Spezialität, dass EhepartnerInnen aus dem aussereuropäischen Ausland für die Einreise nach Deutschland deutsche Sprachkenntnisse nachweisen müssen, wenn der Partner/die Partnerin Deutsche(r) ist. Würden sie z.B. einen EU-Bürger/EU-Bürgerin heiraten, die in Deutschland lebt, bräuchten sie diesen Sprachnachweis nicht. - Kinder, von in Deutschland legal lebenden AusländerInnen, die über 16 Jahre alt sind, bekommen oft keine Aufenthaltserlaubnis in Deutschland. Familien werden so zerrissen. - Grosseltern oder Eltern von in Deutschland lebenden nichteuropäischen Menschen haben oft Schwierigkeiten ein Touristenvisum zu bekommen, wenn sie ihre Angehörigen besuchen wollen. - LehrerInnen, die Eltern raten, nicht in der Muttersprache sondern auf Deutsch mit ihren Kindern zu reden. - Kulturelle Unterschiede, an die sich die Gesprächspartnerinnen erst gewöhnen mussten, z.B. Weissbier zum Frühstück in Bayern, oder dass meistens viel weniger Leute als im Heimatland zu Feiern eingeladen werden, zu denen auch noch selbst was zu Essen mitgebracht werden soll. - Die deutsche Gesellschaft sollte anerkennen, dass die Menschen aus dem Ausland nicht nur etwas haben wollen, sondern auch viel geben wollen und viele Potenziale bieten können.

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Autor: Jürgen Torunsky
Radio: bermuda
Datum: 04.07.2012

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