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Schwarzer Feminismus in Deutschland – Black Feminism is not white feminism in Black face

Die klassische Geschichte der Frauenbewegungen ist eine Geschichte der weissen mittelständischen Frau. Sie hat sich ihr Wahlrecht erkämpft und setzt sich nach wie vor für eine geschlechtergerechte Gesellschaft ein. Dazu gehört etwa das Recht auf Selbstbestimmung über den eigenen Körper sowie die Gleichstellung im Arbeitswesen. Doch die Diskrimminierung von Frauen findet auch auf anderern Ebenen statt, die weisse Frauen nicht sehen, da sie sie selbst nicht erleben. Gemeint ist Rassismus und seine Folgen für schwarze Frauen. Aus einem Mangel des klassischen Feminismus weisser Frauen hat sich vor Jahrzehnten in den USA die black feminism Bewegung gegründet. Vertreterinnen des schwarzen Feminismus gibt es auch in Deutschland. Sie betonen dabei, dass schwarzer Feminismus kein weisser Feminismus mit schwarzem Gesicht sei. ´black feminism is not white feminism in Black face´ ist ein Zitat der schwarzen Aktivistin und Lyrikerin Audre Lorde aus den USA. Wie sich der schwarze Feminismus etwa von dem einer Alice Schwarzer unterscheidet, was dessen Positionen sind und wie er in Deutschland verortet ist, darüber sprachen wir mit Sabine Mohamed. Sie ist ist Doktorandin am Max-Planck-Institut zur Erforschung multiethnischer und multireligiöser Gesellschaften in Göttingen und Autorin auf dem feministischen Blog Mädchenmannschaft. Wir fragten sie zunächst, was sie unter Black Feminism, also schwarzem Feminismus versteht.

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Autor: Tagesaktuelle Redaktion


Radio: corax
Datum: 15.01.2015

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