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KiK soll endlich 5,15 Millionen an die Opfer von Ali Enterprises zahlen: Zwischen Durchbruch und mangelnder Haftungspflicht für Unternehmen

Bei dem Brand der Textilfabrik von Ali Enterprises im Pakistan im Jahr 2012 waren hunderte ArbeiterInnen umgekommen oder verletzt worden. Die Fabrik lieferte den deutschen Textildiscounter KiK. Doch erst am Samstag, nach vier Jahren, unter dem Druck von Nichtregierungsorganisationen und mit einem Verfahren der Internationalen Arbeitsrechtsorganisation ILO konnte KiK dazu gebracht werden, verbindliche Entschädigungszahlungen zu vereinbaren. Insgesamt soll KiK Entschädigungen in Höhe von 5,15 Millionen US Dollar zahlen. Diese Summe soll die Kosten für die Behandlung und Rehabilitation sowie die ausfallenden Löhne aller Verletzten decken. Ausserdem sollen damit Entschädigungen für die hinterbliebenen Angehörigen gezahlt werden. Schliesslich soll KiK mit einem Teil der Entschädigungszahlung die Gebäudesicherheit in Pakistan verbessern. Radio Dreyeckland sprach mit Berndt Hinzmann von der entwicklungspolitischen Organisation Inkota über diese versprochene Entschädigungszahlung und darüber, welche gesetzlichen Verbesserungen in Deutschland für solche Fälle notwendig sind.

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Autor: Matthieu

Radio: RDL Datum: 14.09.2016

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